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Cyber-Attacke
Hacker-Gruppe erpresst Genfer Kantonalbank

BCGE unter Druck: Die Genfer werden erpresst.  Keystone

Eine Gruppe von Hackern hat über 30'000 Datensätze von der Genfer Kantonalbank gestohlen. Sie fordern 10'000 Euro. Sonst landet alles im Netz.

Veröffentlicht am 09.01.2015

Eine Hackergruppe mit dem selbstgewählten Namen « Rex Mundi» will am Freitagabend Kundendaten der Banque Cantonale de Geneve (BCGE) veröffentlichen und hat die Bank zur Zahlung von 10’000 Euro aufgefordert. Nur dann werde das Datenmaterial nicht veröffentlicht, wie die Gruppe im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die Bank hat eine Zahlung unterdessen abgelehnt.

Rex Mundi will mehr als 30’000 E-Mails und Kundendaten um 18.00 Uhr auf der eigenen Webseite öffentlich machen. Datenproben, die E-Mails und entsprechende Adressen zweier Kunden enthielten, waren der Mitteilung beigefügt.

Genfer Kantonalbank will nicht zahlen

Die Banque Cantonale de Geneve erklärte unterdessen, es seien «nur wenige brauchbare Informationen» abhanden gekommen. Alle betroffenen Kunden seien bereits von ihren Beratern kontaktiert worden. Die Banque Cantonale de Geneve stehe zu der Entscheidung, keine Zahlung im Austausch für die gestohlenen Daten zu zahlen.

Es sei eine Strafuntersuchung eingeleitet worden, wie Hélène De Vos Vuadens, Pressesprecherin der BCGE, sagt. Die Cyberattacke wurde am Mittwoch auf die Webseite der Bank verübt. Die Hacker haben dabei über Formulare übermittelte Daten abgegriffen. Darunter waren, gemäss Angaben der Bank, nur von den Usern selbst eingegebene, von Dritten kaum verwendbare Informationen.

( bloomberg/ise)

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