Hacker haben bei ihrem Angriff auf die US-Bank Citigroup die Daten von rund 360'000 Kunden abgegriffen und damit fast doppelt so viele wie bislang bekannt. Die Hacker hätten Namen, Kontonummern und weitere Daten wie E-Mail-Adressen ausgespäht, teilte die Citigroup am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Zuvor hatte sie versichert, nur ein Prozent der Kreditkartenkunden in Nordamerika seien von dem Hackerangriff betroffen, also 210'000 Kunden. Laut Citigroup hatten die Hacker keinen Zugriff auf Sozialversicherungsnummern und Geburtsdaten der Kunden sowie auf Ablaufdaten und Sicherheitsnummern der Karten. Die Bank schloss aber nicht aus, dass die Hacker illegal Geld von den Kreditkartenkonten abhoben.

US-Abgeordnete kritisierten die späte Information der Kunden scharf. Laut Citigroup spähten die Hacker die Konten bereits am 10. Mai aus - an die Öffentlichkeit ging die Bank erst vor wenigen Tagen, also einen Monat später. In diesem Zeitraum seien knapp 220000 Kreditkarten ausgetauscht worden, erklärte die Citigroup. Die anderen Betroffenen hätten bereits aus anderen Gründen neue Karten bekommen, bei manchen sei das Konto auch geschlossen worden.

Anzeige