Die Stadt Hamburg stoppt den Fahrdienst Uber. Die Hamburger Verkehrsbehörde habe eine Unterlassungsverfügung an Uber versandt, sagte eine Sprecherin. Anders als traditionelle Taxiunternehmen betreibt Uber keinen Fuhrpark, sondern vermittelt Fahrten per Smartphone, die Uber-Fahrer arbeiten auf eigene Rechnung. Dazu sei aber eine Genehmigung zur Personenbeförderung nötig, die die Uber-Fahrer meist nicht besässen. «Das Unternehmen wurde angehört, konnte uns aber nicht von unserer Meinung abbringen», sagte die Sprecherin. Laut dem «Manager Magazin», das zuerst über das Verbot berichtet hatte, müssen sich jetzt Fahrer des Dienstes auf eine Strafe in Höhe von 1000 Euro pro Verstoss einrichten, sollten sie weiter Fahrten anbieten.

Urteil wird angefochten

Uber kündigte an, gegen die Entscheidung der Stadt Hamburg vorzugehen. Das Unternehmen werde weiterhin seinen Dienst "Uber Pop" in der Millionenmetropole anbieten. Das Unternehmen argumentiert, dass die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein benötigten, da sie keine professionellen Fahrer seien sondern lediglich Privatpersonen, die ähnlich einer Mitfahrzentrale über die Uber-Plattform ihre Fahrdienste anbieten. Uber fordere Hamburg auf, seine Vorschriften an die Smartphone-Ära anzupassen.

Das klassische Taxigewerbe in Europa läuft seit langem Sturm gegen die rasant wachsende Internet-Konkurrenz. Im Juni hatten Taxifahrer mit Streiks und Autocorsi in zahlreichen Metropolen gegen Uber und ähnliche Dienste protestiert. Uber zählt zu den am heissesten begehrten Firmen im Silicon Valley. Finanzprofis bewerten die Firma mittlerweile mit 18 Milliarden Dollar, zu den Geldgebern gehören bekannte Unternehmen wie Google oder Goldman Sachs.

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In Europa sind nur in Paris Privatpersonen für Uber unterwegs, in Brüssel verbot dies ein Gericht. In den anderen Städten Europas und in der Schweiz arbeiten Limousinendienste mit Uber zusammen – ausschliesslich mit Genehmigung. «Alle sind professionelle Fahrer mit entsprechender Lizenz», versichert Raouf Jalali, General Manager von Uber in Zürich.
Und doch stellt sich die Frage nach der Akzeptanz auf Fahrerseite – denn in Europa und der Schweiz ist die Beförderung strenger geregelt als in den USA. Auch dort gab es früh Kritik. Als Uber 2011 in Washington startete, verhängte die zuständige Aufsichtsbehörde Bussen. Der Plattform wurde vorgeworfen, ein Taxiunternehmen ohne Lizenz zu sein.

In Europa sind nur in Paris Privatpersonen für Uber unterwegs, in Brüssel verbot dies ein Gericht. In den anderen Städten Europas und in der Schweiz arbeiten Limousinendienste mit Uber zusammen – ausschliesslich mit Genehmigung. «Alle sind professionelle Fahrer mit entsprechender Lizenz», versichert Raouf Jalali, General Manager von Uber in Zürich.

(reuters/chb)