Bei Scoach Schweiz gehandelte strukturierte Produkte durchlaufen wie Aktien oder Anleihen ein Kotierungsverfahren. Eine Kotierung wird bewilligt, wenn Emittent und Produkt die notwendigen Anforderungen erfüllen. Institutionelle wie private Kunden schätzen die grösstmögliche Transparenz unter den Augen der Öffentlichkeit sowie die Flexibilität in den Handelsvolumina und die stete Handelbarkeit.

Sogwirkung durch Liquidität

Emittenten lassen immer mehr strukturierte Produkte bei Scoach kotieren. Kriterien wie die Höhe des Emissionsvolumens, der erwartete Absatz sowie der angepeilte Investorenkreis entscheiden über Kotierung und Nichtkotierung. Ein liquider Markt übt eine gewisse Sogwirkung aus, d.h. er zieht weitere Titel und Marktakteure an. Die Emittenten erschliessen sich so ohne Mehraufwand einen Distributionskanal, der weit über das eigene Haus hinausgeht.

Kenntnis des Basiswerts und der Struktur des Produktes sind die Basis jeglicher Anlageentscheidung. Die Kotierungsdokumentation der Börse bietet eine äusserst ausführliche Informationsquelle. Scoach liefert für die Scoach-gehandelten Produkte die aktuellen und historischen Preise, die Differenz zwischen Geld- und Briefkursen - fachsprachlich Spreads, die Stammdaten und weitere spezifische Angaben wie z.B. die neu eingeführte Risikokennzahl Value-at-Risk. Da sich diese während des Lebenszyklus eines strukturierten Produktes verändert, ist ein stetes Monitoring eine Orientierungshilfe, ob das Produkt gehalten oder veräussert werden soll.

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26 Milliarden Franken Umsatz

Die aktuell 29 Emittenten haben zusammen mehr als 24000 Produkte ausstehend, die bis dato (Januar bis September 2009) über 26 Mrd Fr. Umsatz erzielt haben mit über 1 Mio Abschlüssen.

Nach dem Ausfall von Lehman Brothers rückte das Emittentenrisiko in das breite Bewusstsein der Anleger. Der Ruf nach Sicherheit und Schutz wurde laut. SIX Swiss Exchange, Scoach und der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte entwickelten in der Folge die Pfandbesicherung. Hinterlegte Wertschriften - Collateral Secured Instruments (COSI) - dienen als Pfand, das im vertraglich geregelten Verwertungsfall, z.B. bei Ausfall des Emittenten zugunsten des Anlegers verwertet wird. Die Pfandbesicherung löst diverse Auflagen aus, so auch den zwingenden Handel über Scoach. Seit Jahresbeginn hat die Derivatbörse auch ein Tool eingeführt, das die Qualität des Market Making aller gehandelten Produkte misst.