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Mobilfunk
Handy-Lizenzen sollen Frankreichs Kasse füllen

Die Handy-Anbieter SFR und Bouygues: Insgesamt gibt es am Markt vier Unternehmen. Keystone

Mindestens 2,5 Milliarden Euro: So viel will Frankreich mit neuen Mobilfunk-Lizenzen verdienen. Die Konkurrenz ist gross: Vier Anbieter gibt es landesweit.

Veröffentlicht am 09.07.2015

Die französische Regierung will mit neuen Mobilfunklizenzen deutlich mehr Geld einnehmen als zuletzt Deutschland. Freiwerdende Breitbandfrequenzen um 700 Megahertz sollen für mindestens 2,5 Milliarden Euro an die Netzbetreiber gehen, wie das Ministerium für Wirtschaft, Industrie und Digitales mitteilte. Wirtschaftsminister Emmanuel Macron folgt damit dem Vorschlag des französischen Telekomregulierers Arcep, der die Auktion im vierten Quartal durchführen will.

Rund eine Milliarde in Deutschland

Eine ähnliche Auktion hatte zuletzt in Deutschland in dem begehrten Frequenzbereich rund 1 Milliarde Euro erlöst. Deutschland war das erste europäische Land, das Lizenzen für dieses niedrige Frequenzband versteigert hat, das sich wegen seiner hohen Reichweite gut für mobiles Internet in ländlichen Regionen eignet. Pro Frequenzblock hatte das Mindestgebot für die deutschen Netzbetreiber bei 75 Millionen Euro gelegen, in Frankreich sind es nun für jeden der sechs Blöcke 416 Millionen.

In Frankreich gibt es noch vier Mobilfunknetzbetreiber, der Konkurrenzdruck ist hoch. In anderen europäischen Ländern hatten Fusionen vielfach dazu geführt, dass die Anzahl der Anbieter auf drei gesunken ist - so auch in Deutschland mit dem Kauf von E-Plus durch Telefonica Deutschland (O2).

(reuters/mbü/ama)

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