Zu Beginn des Anlasses sagte St. Gallens Regierungspräsidentin Kathrin Hilber, dass Innovation und Kreativität zusammengehören. «Die Innovation gibt der Kreativität ein Gesicht», so Hilber. Es sei die Aufgabe des Staates, Freiräume zum «laut Denken» zu schaffen, denn Kreativität entstehe nur in Freiräumen.

Thomas A. Gutzwiller, Direktor der Unternehmerschule an der Universität St. Gallen, hat sich sein Leben lang mit Wachstum beschäftigt: «Wo die Entwicklung nicht nach vorne gerichtet ist, gibt es kein echtes Leben.» Ein Unternehmer von heute brauche aber kein Held zu sein. Vielmehr müsse er eine Persönlichkeit sein, die auf die Kunden eingehe. Allerdings würden die Erfolglosen immer noch stigmatisiert. «Wer aber nicht ausprobiert, kann nicht Erfolg haben», sagte Gutzwiller.

Der ehemalige CEO von Leica Geosystems, Hans Hess, bezeichnete Innovation als das Lebenselixier von Schweizer Unternehmen. Innovation entstehe durch den Austausch von Bedürfnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen. Wichtige Kriterien für den Erfolg von Innovationen seien etwa die gute Kenntnis der Kunden, des Marktes und der Konkurrenz. Ausserdem solle man sich auf vielversprechende Ideen fokussieren und diese umsetzen: «Wenn man sich für etwas entschieden hat, soll man sich ganz darauf konzentrieren.» Zudem sei das Timing für den Markteintritt «matchentscheidend».

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Daniel Graf hat seinen Internetdienst Kyte zum richtigen Zeitpunkt lanciert. Die Besucherzahl verdoppelt sich monatlich. Mit Kyte kann jeder Bilder und Videos über den Computer oder das Handy in Echtzeit an andere Kommunikationsmittel senden. Derzeit sind die Videos des US-Rappers 50 Cent mit 10 Millionen Zuschauern am erfolgreichsten. «Aber auch für Firmen mit Webauftritt ist die Plattform interessant», sagte Graf. So lädt etwa ein Weingut Filme über seine Tätigkeiten auf Kyte. Besonders faszinierend fand Graf aber die Handy-Übertragung aus 8000 Metern Höhe von Extremsportler Mike Horn.