Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd bereitet eine Kooperation oder einen Zusammenschluss mit dem arabischen Unternehmen United Arab Shipping Company (UASC) mit Sitz in Dubai vor.

Bislang wurde noch keine bindende Vereinbarung zwischen den Unternehmen erzielt und es bestehe keine Gewissheit, dass die Gespräche zu einer abschliessenden Vereinbarung führen werden, teilte Hapag-Lloyd am Donnerstag in Hamburg mit.

Platz fünf im Visier

Im Erfolgsfall würde sich Hapag-Lloyd in der Spitzengruppe der weltweiten Reedereien behaupten und wieder den fünften Rang einnehmen. Die Schifffahrtsbranche ist nach acht Jahren Krise unter starkem Konsolidierungsdruck. Hapag-Lloyd hatte erst im vergangenen Jahr die Containersparte der chilenischen Reederei CSAV integriert.

Durch Fusionen von Wettbewerbern waren die Hamburger dennoch auf den sechsten Platz weltweit zurückgefallen. UASC liegt auf Rang neun. Eine neue Reederei aus Hapag-Lloyd und UASC würde über rund 230 Schiffe mit einer Kapazität von 1,5 Millionen Standardcontainern (TEU) verfügen.

Kampf um Grösse

Die Reedereien sind zu Allianzen zusammengeschlossen, um durch die gemeinsame Nutzung von Schiffsraum auf bestimmten Routen die Kosten zu drücken. Hapag-Lloyd gehört der G6-Allianz an. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte nicht ausgeschlossen, dass es in diesem Bündnis Veränderungen geben werde, nannte aber keine Details. Die Gespräche darüber liefen, sagte er. Die beiden grössten Containerlinien Maersk und Mediterranean Shipping Company (MSC) arbeiten in einer eigenen Allianz zusammen.

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Der Kampf um Grösse geht unterdessen weiter. Die aus Frankreich stammende CMA will die in Singapur ansässige Neptune Orien Lines übernehmen und so ihre Position als Nummer drei der Welt festigen. Die beiden Grossreedereien China Ocean Shipping und China Shipping haben sich zur neuen Nummer vier zusammengeschlossen.

(reuters/awp/mbü/ama)