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Schifffahrt
Hapag-Lloyd sieht Erholung der Frachtraten

 

Deutschlands grösste Reederei zeigt sich für die Zukunft optimistisch. Ein Ende der Krise für die Branche sei in Sicht, so der Konzernchef. Sorgen bereiten die gestiegenen Treibstoffkosten.

Veröffentlicht am 29.05.2017

Deutschlands grösste Reederei Hapag-Lloyd blickt nach der Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC zuversichtlich ins laufende Jahr. Auch im zweiten Quartal erholten sich die Frachtpreise, wie Konzernchef Rolf Habben Jansen am Montag vor den Aktionären in Hamburg sagte. Nach einem Tiefpunkt vor einem Jahr waren die wichtigen Frachtraten kontinuierlich gestiegen.

Damit deutet sich ein Ende der mehrjährigen Schifffahrtskrise an. Die Erholung reichte aber noch nicht aus, um die gestiegenen Treibstoffkosten wettzumachen. Zu Jahresanfang war Hapag-Lloyd deshalb tiefer in die roten Zahlen gefahren. Habben Jansen kündigte für August neue Geschäftsziele für den fusionierten Konzern an.

Überkapazitäten und sinkende Frachtraten

Hapag-Lloyd hatte den Zusammenschluss mit der United Arab Shipping Company (UASC) mit Sitz in Kuwait nach anfänglichen Verzögerungen vergangene Woche unter Dach und Fach gebracht. Mit 230 Schiffen und einer gemeinsamen Transportkapazität von 1,6 Millionen Standardcontainern (TEU) entsteht damit die fünftgrösste Containerreederei der Welt.

Die Branche leidet seit Jahren unter hohen Überkapazitäten und sinkenden Frachtraten. Daher versuchen die Unternehmen, durch Zusammenschlüsse und Allianzen die Kosten zu senken.

(reuters/gku/me)
 

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