Die chromverzierten Kultmotorräder von Harley-Davidson verkaufen sich so gut wie lange nicht mehr. Die Händler wurden im vergangenen Jahr mehr als 249'800 Maschinen los, wie der US-Hersteller mitteilte. Das war ein Zuwachs von gut 6 Prozent. Harley-Davidson legte dabei einen Schlussspurt hin: Im vierten Quartal stiegen die Verkäufe um fast 8 Prozent auf 43'400.

Harley-Davidson erfülle «die Wünsche der Menschen nach persönlicher Freiheit», erklärte Firmenchef Keith Wandell am Sitz in Milwaukee. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 5 Prozent auf rund 5,6 Milliarden US-Dollar und der Gewinn verbesserte sich um 4 Prozent auf unterm Strich 624 Millionen Dollar. Das vierte Quartal warf dabei wegen eines Sondereffekts allerdings weniger Geld ab als im Vorjahreszeitraum.

Harley-Davidson hatte in der Wirtschaftskrise vor vier Jahren noch ums Überleben kämpfen müssen, weil die Verkäufe der teuren Maschinen eingebrochen waren. Firmenchef Wandell gab in der Not die Marken MV Agusta und Buell auf, strich tausende Jobs und stellte die Produktion um. Heute profitiert der Hersteller von seiner Neuaufstellung; er schreibt seit einiger Zeit solide Gewinne. Der Umbau liege nun «weitgehend hinter uns», erklärte Wandell.

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(rcv/awp)