Die Amag-Gruppe wie auch BMW Schweiz (mit BMW und Mini), beides gewichtige Importeure, die zudem beispielhaft ihre Karten offen auf den Tisch legen und sich im Gegensatz zur Konkurrenz unter die Decke gucken lassen, verweisen darauf, dass sich die internationale Krisenstimmung auf die Kauflust des Schweizer Kunden ausgewirkt habe. Um 7,8% hat der hiesige Neuwagenmarkt im Vorjahresvergleich nachgelassen; alle Zahlen, die - selbst mit Minusvorzeichen - unter diesem Richtwert liegen, bedeuten damit Marktanteilsgewinn. Mit Stolz verweist denn auch Amag-CEO Morten Hannesbo auf den Vorstoss seiner vier Stammbrands VW, Audi, Skoda und Seat auf den nunmehr historischen Marktanteilsrekord von 24,2%. Das bedeutet, dass annähernd jedes vierte in der Schweiz neu zugelassene Auto über den Amag-Kanal zum Händler und letztlich zum Käufer rollte. 64269 PW (genau 4% weniger als 2008) wurden ausgeliefert, dazu 2721 leichte Nutzfahrzeuge von VW und Skoda. Mit Abstand war VW auch 2009 die meistgekaufte Marke in der Schweiz (siehe Tabelle), und kaum überraschen dürfte deshalb auch die Tatsache, dass der Golf - neu jetzt in seiner sechsten Generation - bereits zum 34. Mal die Nummer 1 war in der Gunst der Schweizer Neuwagenkäufer. Audi platzierte sich erstmals auf dem zweiten Platz und sorgte somit für eine Doppelführung der Amag. In den Schoss gelegt wurde dieser Erfolg in einer schwierigen Zeit dem Team um CEO Hannesbo allerdings nicht. Auf rund 300 Mio Fr. beliefen sich die Investitionen im vergangenen Jahr mit Schwergewicht in Zug, Freiburg, Maienfeld und Bern. Und auch heuer soll der hohe Investitionsrhythmus beibehalten werden, diesmal mit Schwerpunkten in Sursee LU und Dübendorf. Die Amag erzielte 2009 einen Gesamtumsatz von 3,7 Mrd Fr. gegenüber 3,9 Mrd Fr. im Vorjahr. «Dazu haben wir auch ein bisschen weniger verdient», so Hannesbo. 2010 werde wiederum ein hartes Jahr; seine Unternehmung habe sich auf einen Gesamtmarkt von 265000 Neuwagen auszurichten. 2009 ist der Personalbestand der Amag von 4689 auf 4739 Beschäftigte angewachsen.

BMW leicht unter Vorjahr

Auch die Schweizer Niederlassung der Marke aus München musste im schwierigen Marktumfeld mit einem Verkaufstotal von 17935 Autos (-11,3% für BMW und Mini) Einbussen in Kauf nehmen. Mit einem Marktanteil von 5,4% konnte sich BMW aber behaupten. Der Gesamtumsatz, inklusive BMW Motorrad und Handelsbetrieb in Dielsdorf, belief sich auf 1,675 Mrd Fr. und damit auf 2,4% weniger als im Vorjahr.