Die 18 Banken der Clientis Gruppe haben im ersten Halbjahr 2013 bei leicht höheren Erträgen weniger verdient als im Vorjahr. Negativ zu Buche schlugen dabei die höheren IT-Kosten. Zugelegt haben die Clientis-Banken indes weiter bei den Ausleihungen und den Kundengeldern. Für das gesamte Geschäftsjahr 2013 rechnet die Clientis Gruppe mit einem leicht tieferen Ergebnis als im Vorjahr, heisst es in einer Mitteilung.

Der Erfolg aus dem ordentlichen Bankgeschäft erhöhte sich im ersten Halbjahr geringfügig um 0,2 Prozent auf 114 Millionen Franken. Dabei verringerte sich der Erfolg aus dem Zinsengeschäft gemäss der Mitteilung wegen den anhaltend tiefen Zinsen und der konsequent umgesetzten Kreditpolitik um 2,7 Prozent auf 88,6 Millionen.

Kompensiert wurde dieser Rückgang durch Steigerungen beim Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der 7,6 Prozent auf 13,3 Millionen zulegte und beim übrigen ordentlichen Erfolg, der 27 Prozent auf 8,5 Millionen stieg.

Der Geschäftsaufwand hat ebenfalls zugelegt, und zwar um 4,1 Prozent auf 73,7 Millionen. Der Anstieg sei insbesondere auf höhere IT-Kosten zurückzuführen, die zu einer Steigerung des Sachaufwands um 7,5 Prozent geführt hätten. Der Personalaufwand nahm dagegen nur um 1,2 Prozent zu (die Bankengruppe schufen in der Berichtsperiode 8 neue Vollzeitstellen). Das Aufwand/Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich somit auf 64,6 Prozent von 62,2 Prozent.

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Der Bruttogewinn nahm gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent auf 40,3 Millionen ab. Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn, der mit 22,7 Millionen 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert lag.

Die Kundenausleihungen wuchsen im ersten Halbjahr um 1,9 Prozent auf 12,5 Milliarden Franken, wovon 11,6 Milliarden auf das Kerngeschäft Hypotheken (+1,8 Prozent) entfielen. Die Kundengelder nahmen derweil um 2,2% auf 10,3 Milliarden, die Bilanzsumme um 1,9 Prozent auf 14,1 Milliarden Franken zu.

Die Eigenkapitalsituation konnte weiter verbessert werden: Die eigenen Mittel wuchsen den Angaben zufolge um 1,7 Prozent auf 1,28 Milliarden Franken an. Die Tier-1-Quote (Kernkapital im Verhältnis zu den risikogewichteten Positionen) stieg auf 16,8 Prozent von 16,2 Prozent. Die Clientis Gruppe übertreffe damit die Anforderungen der Eigenmittelverordnung bzw. von Basel III «bei weitem», heisst es weiter. Die Leverage Ratio (Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme) blieb konstant bei 9,1 Prozent.

(chb/aho/awp)