Trotz modernster Geräte und Anlagen im gesamten Bereich der Logistik, insbesondere der Intralogistik, kommt dem Gabelstapler noch immer eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Sowohl in der kleinen Werkstätte eines Gewerbebetriebes wie im automatischen Hochregallager funktioniert der Warenumschlag nur mit einem geeigneten Stapler. Entsprechend gross ist denn auch heute die Auswahl an Staplern. Vom kleinsten Modell mit bescheidener Tragkraft bis zum Grossstapler, der ganze 40-Fuss-Container heben und transportieren kann, sind alle Modellvarianten möglich.

Im Jahr 2008 wurden insgesamt 7349 Gegengewichtsstapler in die Schweiz eingeführt, dies geht aus der Statistik der Oberzolldirektion hervor. Dazu kommen noch 1312 Stapler des (einzigen) einheimischen Herstellers Stöcklin Logistik in Dornach dazu.

Bei diesen Zahlen muss allerdings berücksichtigt werden, dass das Total von 7349 eingeführten Staplern auch Gebrauchtfahrzeuge enthält und dass von den 1312 Stöcklin-Staplern etliche ins Ausland geliefert wurden. Man schätzt, dass etwa 20 bis 30% der eingeführten Stapler auf Occasionen entfallen. Aus den Statistiken geht weiter hervor, dass rund 50 Marken in der Schweiz um die Gunst der Kundschaft im Bereich Flurförderzeuge kämpfen.

Mehr thermische Stapler

Die in der Tabelle aufgeführten 19 Marken vereinigen zusammen einen Marktanteil von rund 82%, für die restlichen Marken bleiben noch 18%, davon 4% chinesische Importe. Während sich der Markt an elektrisch angetriebenen Staplern im Jahr 2008 um 5,5% zurückbildete, legten die Gegengewichtsstapler mit thermischem Antrieb um knapp 11% auf 1433 Einheiten zu.

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Wer verkauft denn nun wie viele Stapler auf dem Schweizer Markt? Antwort darauf gibt die Statistik. Klarer Marktführer ist - gesamthaft betrachtet - der Hamburger Jungheinrich-Konzern, dessen gelbe Stapler letztes Jahr 2553 Mal verkauft wurden, was einem Marktanteil von knapp 30% entspricht. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die beiden zur Kion-Group gehörenden Hersteller Linde und Still, die zusammen auf ein Absatzvolumen von 2018 Geräte kommen. Zählt man die ebenfalls zu Kion zählende Marke OM noch dazu, erreicht der britische Investor ein Absatzvolumen von 2260 Fahrzeugen, was einem Marktanteil von 26% entspricht. Auf Platz vier folgt der weltgrösste Hersteller von Flurfördergeräten, die Toyota Material Handling, welche mit den Marken Toyota, BT und Cesab auf 465 Einheiten und einen Marktanteil von 5,4% kommt. Die Nacco-Gruppe schliesslich mit den Marken Yale, Hyster und Nissan kommt auf 338 Einheiten oder 4% Marktanteil.

Schwaches Jahr 2009

Für das laufende Jahr allerdings sehen die Absatzzahlen etwas anders aus, wurde doch auch der Schweizer Staplermarkt nicht von der Wirtschaftskrise verschont. Der Einbruch dürfte im 1. Halbjahr 2009 bei 30 bis 40% liegen.