Der harte Sparkurs des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck zeigt Wirkung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sei das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen (EBITDA) um rund neun Prozent auf 2,96 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Dax -Konzern mit.

Sprudelnde Gewinne im Flüssigkristall-Geschäft und Preiserhöhungen im Pharmageschäft in den USA trieben die Gesamtumsätze um 8,7 Prozent auf 11,17 Milliarden Euro in die Höhe. Merck traf sowohl operativ wie auch beim Umsatz die Markterwartungen.

Wegen der Kosten für den Personalabbau sank allerdings der Nettogewinn um 6,6 Prozent auf 566,7 Millionen Euro. Ziel der Restrukturierung ist es, vor allem im Pharmageschäft die Marge und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Im grössten Konzernumbau der bisherigen Unternehmensgeschichte hat Merck seine Sparziele für 2012 deutlich übertroffen.

Die Dividende für 2012 soll um 13 Prozent auf 1,70 Euro je Aktie steigen. 2013 und 2014 erwarten die Hessen ein moderates organisches Umsatzwachstum. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA soll stärker als der Umsatz zulegen. Unter dem Strich soll der Konzerngewinn 2013 und 2014 deutlich steigen.

(muv/tke/awp)

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