Ob der Skandal um gefälschte Abgastests durch den Autobauer VW auch die Schweiz betrifft, ist zu jetzigen Zeitpunkt unklar. Entsprechende Untersuchungen seien am Laufen, sagte ein Sprecher des VW-Importeurs Amag am Montag der Nachrichtenagentur sda.

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Gesetzgebungen kämen in den einzelnen Märkten jeweils Motorkonzepte mit unterschiedlichen Technologien zum Einsatz. Der Fall lasse sich deshalb nicht direkt auf andere Regionen übertragen. «Unsere Fahrzeuge in Europa – und somit auch der Schweiz – erfüllen die jeweils zum Zeitpunkt der Zulassung geltenden Abgasgrenznormen», heisst es in der Amag-Stellungnahme.

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Saftige Busse am Horizont

Volkswagen hatte am Sonntag eingeräumt, dass Abgaswerte von Diesel-Autos in den Vereinigten Staaten für Fahrzeugtests manipuliert worden waren. Dem Unternehmen droht deswegen in den USA eine Strafzahlung von 18 Milliarden Dollar und ein nicht abzuschätzender Imageschaden. Inzwischen hat VW den Verkauf von Diesel-Autos mit Vierzylindermotoren in den USA gestoppt.

Zudem führte die Abgasaffäre zum grössten Kurssturz der Volkswagen-Papiere seit 21 Jahren. Die Aktien brechen um knapp 23 Prozent ein und sind so billig wie zuletzt im Sommer 2012.

(sda/ise/hon)