Die Schwellenländer werden für den Brauereikonzern Heineken immer wichtiger. Wegen guter Geschäfte in Wachstumsregionen konnten die Niederländer einen Umsatzrückgang auf ihrem europäischen Heimatmarkt kompensieren.

Der Umsatz legte organisch um 3,9 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro zu, wie der weltweit drittgrösste Bierkonzern in Amsterdam mitteilte. Mit dem organischen Wachstum blieben die Niederländer aber hinter den Erwartungen am Markt zurück. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erhöhte sich von 2,7 Milliarden auf 2,9 Milliarden Euro.

Der Überschuss verdoppelt sich auf mehr als 2,9 Milliarden Euro dank eines nicht cashwirksamen Sondergewinns aus der Neubewertung der Beteiligung an den Braukonzen Asia Pacific Breweries (APB). Vor Sonderposten lag der Überschuss mit 1,7 Milliarden Euro leicht über den Erwartungen. Als Dividende will das Unternehmen für 2012 je Aktie 89 Cent ausschütten.

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Um die Flaute in den europäischen Hauptmärkten zu kompensieren, dreht Heineken weiter an der Kostenschraube. So stocken die Niederländer das Sparziel des Effizienzprogramms TCM2 von 500 auf 525 Millionen Euro auf. Die Belegschaft wollen sie organisch schrumpfen lassen.

Zudem gehen sie in die Offensive: «Wir investieren weiter in unsere Marken in Europa», sagte Unternehmenschef Jean-Francois van Boxmeer. In diesem Jahr soll sich die Stammmarke besser als der Markt entwickeln.

(vst/aho/awp)

 

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