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Jobmarkt
Heinz Karrer fürchtet höhere Arbeitslosigkeit

Heinz Karrer: Der Economiesuisse-Präsident sieht die Nachteile des harten Franken. Keystone

Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer sieht wegen des starken Frankens in den kommenden Monaten Schwierigkeiten auf die Schweiz zukommen. Eine Befürchtung: Mehr Menschen werden ohne Job sein.

Von Stefan Barmettler
am 12.05.2015

Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer geht von einer Veränderung bei den Arbeitslosenzahlen aus. «Wir rechnen mit einem Ansteigen der Arbeitslosigkeit», sagt er gegenüber der «Handelszeitung». Im Jahresdurchschnitt dürfte die Arbeitslosenrate aber «unter 4 Prozent» liegen.

Der harte Franken sei ein Nachteil für die Industrie, so Karrer. «Bis dato hat die Währungssituation ein paar tausend Arbeitsplätze gekostet. Viele, viele Unternehmungen haben es in der aktuellen Situation extrem schwer», sagt der Verbandspräsident. Und weiter: «Wir gehen davon aus, dass wir nicht in eine Rezession rutschen, aber in den nächsten Monaten einen Abschwung haben.»

Spielraum bei Negativzinsen beschränkt

Eine Einführung einer Euro-Untergrenze hält Karrer, der im SNB-Bankrat sitzt, für «nicht realistisch», bei einer Erhöhung der Negativzinsen sei «der Spielraum beschränkt».

Karrer, der auch VR-Präsident von Kuoni ist, sieht den Verkauf des Tour-Operating-Geschäfts auf Kurs. Ziel sei es, dass der Verkaufsprozess bis Ende Jahr abgeschlossen sei. Bis Mitte Jahr würden die Offerten der Interessenten auf dem Tisch lägen. Und weiter: «Es gibt Interessen für alle operative Einheiten, die zum Verkauf stehen.»

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