Der Fleischverarbeiter Bell hat im ersten Semester 2015 den Umsatz ganz leicht und den Gewinn deutlich gesteigert. Der Waren-Umsatz legte zwar nur um 0,2 Prozent auf 1,28 Milliarden Franken zu, das Absatzvolumen konnte allerdings um fast 14 Prozent auf 120'366 Tonnen gesteigert werden. Beim Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda erzielte Bell ein Plus von 11 Prozent auf 90,5 Millionen Franken, wobei sich die entsprechende Marge auf 7,2 Prozent von 6,4 Prozent erhöhte. Noch etwas stärker wuchs der Ebit mit +16 Prozent auf 45,5 Millionen Franken und einer Marge von 3,6 Prozent (3,1 Prozent).

Unter dem Strich verblieb somit ein Plus von gegen 15 Prozent auf 32,0 Millionen Franken, wie der mehrheitlich zu Coop gehörende Konzern am Dienstag mitteilte. Bell liegt mit diesen Zahlen beim Umsatz knapp im Rahmen Schätzungen, bei den Gewinnzahlen etwas darüber. Die Banken ZKB und Vontobel schätzten beim Umsatz 1,293 bzw. 1,285 Milliarden Franken, beim Ebit 42,0 bzw. 44,5 Millionen und beim Reingewinn 28,9 bzw. 30,5 Millionen Franken.

Mehrheitsaktionär bei Hilcona geworden

Bell hat per 1. Mai 2015 wie angekündigt die vereinbarte Option zum Kauf weiterer 2 Prozent an Hilcona ausgeübt. Damit ist der Konzern nun mit 51 Prozent Mehrheitsaktionär, und die Hilcona-Gruppe wurde ab dem 1. Mai voll in die Rechnung konsolidiert.

Bezüglich weiterem Ausblick gibt sich der Fleischverarbeiter verhalten optimistisch. In der Schweiz sende der bisherige Verlauf der Grillsaison positive Signale für die zweite Jahreshälfte aus, heisst es. Es sei zudem davon auszugehen, dass sich der Geschäftsgang von Hilcona auch im zweiten Halbjahr erfolgreich weiterentwickeln werde.

Abhängig von Rohstoffpreisen

Die eingeleiteten Massnahmen im internationalen Umfeld sollten ausserdem zu weiteren operativen Fortschritten führen, so Bell weiter. Das Ergebnis sei allerdings abhängig von der Rohstoffpreisentwicklung. Und es sei zu erwarten, dass der Preiskampf und der Margendruck im Retailmarkt im zweiten Halbjahr zunehmen würden. Insgesamt geht das Unternehmen aber für die zweite Jahreshälfte von einer weiteren Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr aus.

(awp/gku)

Anzeige