Die Versicherungsgruppe Helvetia übernimmt von der Bâloise deren Tochtergesellschaft Basler Österreich für einen Kaufpreis von 130 Millionen Euro. Die in Wien domizilierte Gesellschaft erwirtschaftete 2013 eine Prämienvolumen von 135,3 Mio EUR, wovon 105,5 Mio auf den Bereich Nicht-Leben entfielen und 29,8 Million auf das Lebengeschäft entfielen, wie Helvetia und Bâloise am Donnerstag mitteilen.

Unter Voraussetzung der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden soll die Transaktion im zweiten Semester 2014 abgeschlossen werden.

Volumen steigt um mehr als 50 Prozent

Mit dem Abschluss dieser Transaktion vergrössert sich das Volumen von Helvetia in Österreich um mehr als 50 Prozent. Mit einem Prämienvolumen von rund 400 Millionen Euro gehöre man künftig zu den 10 grössten Versicherungsgesellschaften in Österreich, schreibt Helvetia.

In diesem Markt ist Helvetia in allen Sparten des Leben-, Schaden- und Unfallgeschäfts für Privatkunden sowie für kleinere und mittlere Unternehmen tätig.

Mehr Effizienz, zusätzliche Professionalisierung

Die angekündigte Übernahme stelle das Geschäft in Österreich auf eine breitere Basis. Helvetia verspricht sich überdies eine zusätzliche Professionalisierung sowie mehr Effizienz. «Das Zusammenführen zweier Gesellschaften, die sich in Firmenkultur und Geschäftsverständnis sehr ähnlich sind, ist ein Glücksfall», wird in der Mitteilung Stefan Loacker, CEO der Helvetia-Gruppe zitiert. «Wir sind voll auf Kurs, unsere Strategie 'Helvetia 2015+' erfolgreich auf die Zielgerade zu bringen.»

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Die Devestition erfolge im Rahmen der Fokussierungsstrategie, heisst es in der Mitteilung von Bâloise. Mit dem Verkauf der Gesellschaft in Österreich sei der ländermässige Konsolidierungsprozess abgeschlossen, der Fokus liege jetzt auf der Steigerung des Wachstums und der Ertragskraft.

(awp/vst/moh)