Das Geschäftsvolumen wuchs, gebremst von der Frankenstärke, nur um 0,7 Prozent auf 6,755 Mrd. Franken. In Lokalwährung betrug das Plus 5,3 Prozent. Konzernchef Stefan Loacker sprach am Donnerstag vor Journalisten in Zürich von einem weiterhin erfreulichen Wachstum. Helvetia habe Marktanteile gewonnen.

Im Nicht-Leben-Geschäft hingegen sank das Prämienvolumen um 1,6 Prozent auf 2,344 Mrd. Franken. Das Ergebnis tauchte gar um 18 Prozent auf 177 Millionen, was laut Finanzchef Paul Norton daran lag, dass 60 Mio. Fr. weniger an Schadenaufwand auf Rückversicherer überwälzt werden konnte. Denn die rückversicherten Grossschäden und Naturkatastrophen hätten abgenommen.

Im Lebengeschäft stieg das Ergebnis dagegen um 6,4 Prozent auf 108,5 Mio. Franken und damit noch etwas stärker als die Bruttoprämien, die um 6,0 Prozent auf 3,896 Mrd. Fr. wuchsen.

Alba und Phenix übernommen

Der Heimmarkt Schweiz verzeichnete zwar einen Ergebnisrückgang um 2 Prozent auf 191 Mio. Franken, leistete aber weiterhin den grössten Beitrag. Das Schweizer Prämienvolumen wuchs um über 4 Prozent auf rund 3,5 Mrd. Franken.

Per 1. November hat Helvetia die beiden Versicherer Alba und Phenix für 302 Mio. Fr. übernommen, womit das Nicht-Lebenportfolio um etwa ein Viertel wächst und die Präsenz insbesondere in der Romandie steigt. Die beiden Firmen zählten rund 350 Angestellte.

Von den betroffenen Mitarbeitenden im Aussendienst konnten rund 140 und damit der allergrösste Teil wechseln. Im Innendienst soll der weitaus grösste Teil entweder ein Jobangebot oder eine Frühpensionierung offeriert erhalten. Kündigungen seien aber nicht ausgeschlossen, sagte Helvetia-Schweiz-Chef Philippe Gmür.

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Über 1 Milliarde in "PIIGS"-Anleihen

In Italien als zweitgrösstem Markt stieg das Geschäftsvolumen um 9,1 Prozent auf 1,321 Mrd. Franken. Mit der Expansion hat Helvetia auch italienische Staatsanleihen übernommen. Zuletzt beliefen sie sich auf 740 Mio. Franken. Derzeit werfen sie zwar hohe Zinsen ab, dies aber nur wegen der vom Markt eingeschätzten grossen Risiken.

Gleiches gilt für die spanischen Staatsanleihen, die sich auf 300 Mio. Fr. belaufen. Die Engagements in griechischen (26 Mio. Fr.), in portugiesischen (34 Mio.) und in irischen Staatspapieren (32 Mio.) seien gemessen am gesamten Anlagebestand von 33,6 Mrd. Fr. gering, hiess es.