Man gibt sich abgeklärt: Die Credit Suisse (CS) will sich durch die Herabstufung durch die Ratingagentur Moody's nicht aus der Ruhe bringen lassen. «Die Ankündigung von Moody's wird auf die Liquidität und die Finanzplanung der Bank keinen materiellen Einfluss haben», so CS-Sprecher Marc Dosch.

Die Herabstufung sei für die CS keine Überraschung gewesen: «Die Credit Suisse konnte ihr Rating lange halten. Nun hat eine Anpassung stattgefunden», sagte Dosch. Dies angesichts der Tatsache, dass die CS als einziges Institut gleich um drei Stufen hinunterrutschte. Letztmals hatte Moody's die Credit Suisse 2007 herabgestuft.

Aus Sicht der CS sei dies eine gute Entwicklung. Moody's spreche von einem stabilen Ausblick und habe darauf hingewiesen, dass die Bank unter anderem stabile Gewinne mit der Vermögensverwaltung und dem Schweizer Geschäft einfahre und eine gesunde Liquidität aufweise, so Dosch.

Moody's hatte am Donnerstag in einem Rundumschlag international 15 Kreditinstitute herabgestuft. Die Credit Suisse rutschte um drei Bonitätsnoten nach unten, von der zweitbesten Bewertung «Aa1» auf ein «A1». Für die UBS senkte Moody's das Rating um zwei Stufen, von «Aa3» auf noch «A2».

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UBS: Moody's erkennt Fortschritte an

Natürlich sei man enttäuscht, sagte UBS-Sprecherin Dominique Scheiwiller zum Downgrade. Man freue sich aber, dass Moody's die Fortschritte der Bank anerkenne.

Scheiwiller bezieht sich dabei unter anderem auf Anpassungen der UBS an die Veränderungen im regulatorischen Umfeld und auf den Kapitalmärkten. Moody's schreibt denn auch von einer starken Kapitalposition der Schweizer Grossbank sowie dem relativ geringen Engagement in den Krisenländern der Eurozone.

Die Aktien der beiden Schweizer Grossbanken notierten am Vormittag im Minus: Gegen 10:45 Uhr gaben die Titel der CS um 1,05 Prozent nach, die Aktien der UBS um 0,26 Prozent, während der Leitindex SMI 0,35 Prozent verlor.

(tno/chb/sda/awp)