Die neue Generation des Mazda 6 kommt von Beginn an mit drei Karosserievarianten auf den Markt, als Stufenhecklimousine (Sedan), als Hatchback (Fliessheck) und als Station Wagon (Kombi). Dass alle drei Varianten in der Schweiz angeboten werden, ist nicht selbstverständlich, denn hierzulande stehen Stufenhecklimousinen in der Mittelklasse kaum sonderlich hoch im Kurs. Doch der Managing Director des Schweizer Mazda-Importeurs, der Spanier José Santamaria, vertritt die Meinung, dass der Sedan zwar kein grosses Volumen bringt, aber dennoch elegant genug ist - und gut ausgestattet obendrei -, um eine kleine, aber feine Käufergruppe anzusprechen. Zudem sei es immer auch die Strategie von Mazda gewesen, Nischen zu bedienen.

Die Schweiz ist ein «Kombiland»

Das grosse Volumen, und damit auch Geld, soll der Station Wagon einfahren. Die Schweiz gilt denn auch als «Kombiland» Europas. Deshalb erwartet Santamaria, dass rund 70% der hierzulande verkauften Mazda 6 auf diese Variante fallen. Das dürfte die beachtliche Zahl von gegen 1200 Einheiten pro Jahr ergeben, sieht doch der Businessplan einen Absatz von 1600 Autos für volle 12 Monate und damit das Geschäftsjahr vor.Die wichtigsten Neuheiten der jetzt auf den Markt rollenden Mazda-6-Generation finden sich im Design und in den Motoren. Die japanische Marke konzentriert sich bei der Verbrauchsreduzierung voll auf das Downsizing des Antriebs. Aus diesem Grund wurde ein neuer 2-l-Benzinmotor mit Direkteinspritzung (DISI) entwickelt. Es ist das erste Mal, dass Mazda diese Technologie einsetzt. Obwohl das Triebwerk die beachtliche Leistung von 155 PS auf die Räder bringt, gibt das Werk den Verbrauch mit durchschnittlich 6,9 l an.

Für ein Modell in dieser Grösse ist dies ein ordentlicher Wert, der sich in etwa auf dem von der Politik vorgegebenen Niveau bewegt.

Gearbeitet werden muss in den nächsten Jahren hingegen an der Verbesserung des CO2-Ausstosses (gegenwärtig 161 g/km für den neuen 2-l-Motor), damit die ab 2015 gültige Schweizer Norm, die höchstwahrscheinlich bei 150 g/km zu liegen kommt (EU 120-130 g/km), erreicht wird. Zusätzlich lieferbar sind zwei weitere Benzinmotoren mit Leistungsstufen von 120 und 170 PS.

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Deutlich bessere Verbrauchs- und Emissionswerte weist der 2,2-l-Dieselmotor auf, der komplett überarbeitet jetzt in drei Leistungsstufen (129, 163, 180 PS) erhältlich ist. Den Verbrauch gibt das Werk mit 5,2 bis 5,4 l für 100 km an, der beste CO2-Wert liegt bei 138 g/km (129 PS). Für die stärkeren Diesel werden jeweils 142 g/km prognostiziert. Die drei Selbstzünder unterbieten also bereits heute die geplante Schweizer Norm. Die Motoren sind entweder mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe oder einem 5-Stufen-Automaten kombinierbar.

Gefeilt wurde am Design sowie an der Innenraumausstattung. Das Volumenmodell für die Schweiz, der Station Wagon, gehört in der Mittelklasse, was Interieur und Platzverhältnisse betrifft, zur Spitze. In diesem Segment tummeln sich immerhin Konkurrenten wie Ford mit dem Mondeo, VW mit dem Passat oder Toyota mit dem Avensis.

Viel Feinschliff für den Auftritt

Am Karosseriedesign haben die Japaner besonders viel Feinarbeit geleistet, dies mit dem Ziel, den Mazda 6 von seinem bisherigen Biedermann-Image zu befreien und um eine gewisse Distanz zur Konkurrenz zu schaffen. So bekam die 6er-Reihe ein frisches Gesicht, das sich in den neu geformten Scheinwerfern, dem neu gestylten Kühlergrill und den kräftig ausgeprägten Radkästen manifestiert. Diese Designelemente werden sich, in mehr oder weniger ausgeprägter Form, bei allen neuen Mazda-Modellen wiederfinden.

Was die Preise betrifft, dürften die Japaner die Konkurrenz ins Schwitzen bringen. Der Station Wagon ist bereits ab 31410 Fr. erhältlich. Das Top-Modell kostet in der sehr gut ausgestatteten Basisversion 45 370 Fr. Mazda hat also mit seiner 6er-Reihe einen Trumpf in der Hand, der Mitspieler in diesem Segment durchaus auszustechen vermag.

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