Mitarbeiter der Fluggesellschaft Lufthansa haben am frühen Morgen mit dem angekündigten Warnstreik begonnen. Gegen 4 Uhr legte das Bodenpersonal der Airline am Stuttgarter Flughafen die Arbeit nieder.

«Hier ist bisher kein Schalter besetzt», sagte Bernd Köster von der Gewerkschaft Verdi der Nachrichtenagentur dpa. Die Gewerkschaft hatte zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Zuvor hatte der Arbeitsausstand bereits bei der Lufthansa Technik begonnen. Auf den meisten Flughäfen in Deutschland - unter anderem am Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt am Main - sind die Warnstreiks gegen 5 Uhr angelaufen.

Passagiere müssen sich auf Verspätungen und massive Behinderungen einstellen. Landesweit soll heute kaum ein Lufthansa-Flugzeug abheben. Von insgesamt 1720 geplanten Abflügen in Deutschland werden nur 32 starten, teilte das Unternehmen mit. Besonders betroffen sind die Deutschland- und Europa-Verbindungen. Auch Flüge von und nach Zürich, Basel und Genf fallen aus, wie Lufthansa-Liste der gestrichenen Flüge zeigt.

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Verdi fordert im Tarifkonflikt mit Lufthansa 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien für rund 33'000 Techniker und Serviceleute.

(jev/tno/sda)