Der weltgrösste PC-Hersteller Hewlett-Packard muss acht Milliarden Dollar in seiner Dienstleistungssparte abschreiben. Die Abschreibung gehe auf den aktuellen Aktienkurs, die Marktkonditionen sowie die momentanen Geschäftstrends zurück, hiess es zur Begründung.

Zugleich versüsste HP den Börsianern die Abschreibungs-Pille etwas und erhöhte die Prognose für den bereinigten Gewinn im dritten Quartal von zuvor 94 bis 97 US-Cent auf einen Dollar. Wie der US-Konzern weiter mitteilte, verlässt John Visentin, der bisher den grossen Bereich Unternehmensdienstleistungen leitete, den Konzern.

Die Dienstleistungssparte hatte HP in den vergangenen Jahren geholfen, die Schwäche im Geschäft mit Computer-Hardware und Druckern zu überbrücken. Das Unternehmen kämpft derzeit mit der Schwäche des PC-Marktes und den Folgen interner Umbauaktionen. Im Mai hatte HP angekündigt, in den kommenden Jahren weltweit 27'000 Arbeitsplätze zu streichen.

Der vom Softwarehersteller SAP gekommene HP-Chef Léo Apotheker wollte sich im vergangenen Jahr vom PC-Bereich trennen und stattdessen auf Software setzen. Diese Entscheidungen wurden später rückgängig gemacht. Jetzt führt die ehemalige Ebay-Chefin Meg Whitman den traditionsreichen Konzern.

(laf/aho/sda)