Der hohe Frankenkurs beschert dem Baugerätehersteller Hilti einen massiven Gewinnrückgang. In den ersten acht Monaten verdiente der Liechtensteiner Konzern unter dem Strich 25 Millionen Franken oder 55 Prozent weniger als im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis schrumpfte um 24 Prozent auf 127 Millionen Franken, wie Hilti mitteilt. Zwar lag der Umsatz mit 2,6 Milliarden Franken auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Der starke Franken drückte allerdings auf die Margen.

In Lokalwährungen gerechnet erhöhte sich der Umsatz um 15 Prozent. Der Reingewinn sei durch die negativen Währungseinflüsse um 78 Millionen Franken geschmälert worden, hiess es in der Mitteilung.

Vor allem die Regionen Osteuropa, Mittlerer Osten und Afrika entwickelten sich für den Liechtensteiner Baugerätehersteller gut, wo die Erträge um 20 Prozent auf 287 Millionen Franken stiegen. In Europa, dem wichtigsten Absatzmarkt, blieb der Umsatz mit 1,46 Milliarden Franken stabil. Währenddessen resultierte in Nordamerika, wo die Bauaktivitäten laut Hilti nach wie vor gering sind, ein Rückgang um 6 Prozent auf 466 Millionen Franken.

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Für das Gesamtjahr erwartet Hilti ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im Bereich des nun präsentierten Zwischenergebnisses, also 15 Prozent, wie Mediensprecher Matthias Hassler sagte. Wie stark der Umsatz in Franken steigen wird, hänge von der weiteren Währungsentwicklung ab.

(laf/sda/tno)