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Hirslanden-Chef will weniger Staat im Gesundheitswesen

Mahnfinger in eigener Sache? Ole Wiesinger könnte gut ohne staatliche Spitäler leben. (Bild: Keystone)

Ole Wiesinger hat sich noch nie davor gescheut, auf die Schwachpunkte des Schweizer Gesundheitswesens hinzuweisen. Nun geht der Chef der Privatklinikgruppe Hirslanden einen Schritt weiter: Er will kei

Von Judith Wittwer und Pascal Ihle
am 25.01.2012

Ole Wiesinger hat sich noch nie davor gescheut, auf die Schwachpunkte des Schweizer Gesundheitswesens hinzuweisen.

Nun geht der Chef der Privatklinikgruppe Hirslanden einen Schritt weiter. «Mich stört, dass die öffentliche Hand überhaupt Spitäler betreibt», sagt Wiesinger im Gespräch mit der «Handelszeitung». «Nach meinem Empfinden sollte sie lediglich dafür sorgen, dass die Bevölkerung Zugang zur medizinischen Versorgung hat. Den Rest sollte sie dem Markt überlassen», sagt er.

Wiesinger kritisiert die schwierige Mehrfachrolle der Kantone. Es könne nicht gut gehen, wenn jene, die die Spielregeln vorgäben, auch selbst Spitäler besässen.

Damit heizt der Hirslanden-Chef die Debatte über die Zukunft des Gesundheitswesens weiter an. Dem neuen SP-Gesundheitsminister Alain Berset ist der liberale Wiesinger wohlgesinnt: «Die Rolle eines Bundesrates ist weniger eine parteipolitische als vielmehr eine sachorientierte.»

Mehr zum Thema finden Sie in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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