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Hitachi belässt Stromnetz-Sparte mit 2800 Jobs in der Schweiz

epa07236673 Toshiaki Higashihara, President Chief Executive Officer of Hitachi Ltd., speaks during a news conference announcing Hitachi's biggest acquisition to buy Swiss ABB Ltd. power grid department at the company's headquarters in Tokyo, Japan, 17 December 2018.  EPA/KIMIMASA MAYAMA
Toshiaki Higashihara, Konzernchef von Hitachi, bei der Verkündigung des Deals mit ABB in Tokio.Quelle: Keystone

Die von ABB verkaufte Division beschäftigt 2800 Menschen in der Schweiz. Das soll so bleiben.

Veröffentlicht am 17.12.2018

Am Montagmorgen um 6.30 Uhr wurden die Verträge unterschrieben, dann rief ABB-Chef Ulrich Spiesshofer zuerst Johann Schneider-Ammann und Doris Leuthard an. Er wollte den scheidenden Wirtschaftsminister und die scheidende Energieministerin beruhigen. Ja, ABB verkauft sein Stromnetz-Geschäft nach Japan, sagte Spiesshofer. Aber, so die frohe Botschaft kurz vor Weihnachten: Das bedeutet keinen Kahlschlag bei den Jobs.

Denn Hitachi habe zugesagt, dass das Hauptquartier des Geschäftsbereiches in der Schweiz bleibt. Und dies ist keineswegs ein lapidarer Punkt: Die betroffene Sparte beschäftigt heute 2800 Menschen in der Schweiz. Zum Vergleich: ABB insgesamt hat 6500 Angestellte hierzulande.

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«Business as usual»

«Die Schweiz wird auch in Zukunft ein Schlüssel-Hub der Power-Grid-Unit sein», sagte Ulrich Spiesshofer heute vor den Medien in Zürich. Es sei sogar denkbar, dass die Sparte hierzulande eher noch ausgebaut werde. Der konkrete Standort der Einheit sei aber noch offen, so Spiesshofer. Man solle bis auf weiteres davon ausgehen, dass für die Stromnetz-Sparte in der Schweiz «Business as usual» herrsche.

Ohnehin sieht der Vertrag eine Übertragung erst bis zum ersten Halbjahr 2020 vor, wobei ABB bis auf Weiteres noch eine Beteiligung von 19,9 Prozent behält und auch mit zwei Vertretern im Verwaltungsrat des Hitachi-Stromnetz-Konzerns vertreten sein wird.

Bei den seit Jahresbeginn zunehmend intensiv laufenden Gesprächen und Verhandlungen mit Hitachi sei klar geworden, dass die Japaner stark interessiert seien an den Management-Teams und am Know-how des Personals, berichtete Spiesshofer. Die Kultur der Einheiten auf beiden Seiten würde zueinander passen. Und Konzernchef Toshiaki Higashihara habe sich dazu verpflichtet – «committed» –, die Führungsmannschaft und die Angestellten zu den bestehenden Bedingungen zu übernehmen und weiterzubeschäftigen. 

(rap)

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