H&M hat Geschäftsbeziehungen zu einer am Montag teilweise zusammengebrochenen Textilfabrik in Kambodscha zugegeben. Das berichtet «wallstreetjournal.de». Wie der schwedische Modekonzern demnach mitteilte, sei ein Produktionsauftrag aber ohne sein Wissen an die Fabrik gegeben worden, was nicht akzeptabel sei.

Nähereien in Kambodscha und anderen Ländern lagern Aufträge grosser westlicher Markenkonzerne manchmal selbst an Zulieferbetriebe aus, um den Produktionssoll zu schaffen oder um Kosten zu sparen, heisst es zur Erklärung weiter. Bei dem Unglück war ein Aufenthaltsbereich vor der Fabrik nahe der Hauptstadt Phnom Penh eingestürzt, 23 Menschen wurden verletzt. 

Für heute hat H&M dem Bericht zufolge nun Krisengespräche mit all seinen Auftragsfertigern in Kambodscha anberaumt.  Erst Ende April waren bei einem Textifabrikeinsturz in Bangladesch mehr als 1100 Menschen ums Leben gekommen.

(tno)

 

 

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