Der erfolgsverwöhnte Textilhändler Hennes & Mauritz (H&M) schwächelt. Die Schweden konnten die Erwartungen der Experten im abgelaufenen dritten Quartal trotz eines zweistelligen Wachstums nicht erfüllen.

Der warme August, die Schuldenkrise und die starke schwedische Krone sorgten für eine Enttäuschung am Markt: Die Aktie verlor am Vormittag fast 4 Prozent.

Wie das auf preisgünstige Kleidung spezialisierte Unternehmen berichtete, stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 28,81 Milliarden schwedische Kronen (umgerechnet 4,1 Milliarden Franken). Der Gewinn kletterte leicht von 3,59 auf 3,62 Milliarden schwedische Kronen.

Bei der Ertragsentwicklung schlugen vor allem Währungseffekte negativ zu Buche. H&M bezifferte diesen Effekt mit 200 Millionen Kronen. Mit den Zahlen verfehlte H&M die Schätzungen der Experten deutlich. Analysten zeigten sich überrascht, dass H&M trotz sinkender Baumwollpreise einem Rückgang bei der Marge verbuchte.

Mehr neue Läden geplant

«Die Bedingungen in unserem Geschäftsfeld stellen uns weiterhin vor Herausforderungen», sagte H&M-Chef Karl-Johan Persson. Der Online-Auftritt in den USA werde in den Sommer 2013 verschoben, sagte er weiter. Experten hatten mit einer Verzögerung nicht gerechnet. Ursprünglich wollte die Kette in den USA das Online-Geschäft in diesem Herbst starten.

Bei den Neueröffnungen dagegen drückt H&M aufs Tempo: Bis Ende November sollen 300 statt bisher geplant 275 neue Geschäfte eröffnet werden.

(aho/awp)