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Bangladesch
H&M und Zara wollen bessere Arbeitsbedingungen

H&M-Tank-Top made in Bangladesch. (Bild: Keystone)

Der Einsturz einer Textilfabrik mit über 1100 Toten zeigt Wirkung: Die beiden Bekleidungsgiganten H&M und Inditex wollen die Arbeit in Bangladesch sicherer machen. Weitere Produzenten sollen folgen.

Veröffentlicht am 13.05.2013

Die beiden weltgrössten Bekleidungsriesen H&M und die Zara-Mutter Inditex wollen nach dem verheerenden Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten künftig zu besseren Arbeitsbedingungen beitragen. Man wolle einer entsprechenden Vereinbarung zustimmen, teilte H&M-Managerin Helena Helmersson am Montag mit.

Ein Inditex-Sprecher bestätigte, dass der spanische Konzern ebenfalls dabei sein werde. Die Internationale Arbeitsorganisation, Gewerkschaften wie IndustriALL und andere haben das auf fünf Jahre angelegte Abkommen ausgehandelt, dessen finaler Entwurf am Mittwoch veröffentlicht würde.

Ein IndustriALL-Sprecher forderte andere Einzelhändler wie Gap und Wal-Mart auf, sich ebenfalls anzuschliessen. Die Vereinbarung beinhalte eine Stärkung der Arbeitsrechte, eine höhere Gebäudesicherheit mit mehr Brandschutz, bessere Ausbildung sowie finanzielle Unterstützung. Tchibo-Mutter PVH habe signalisiert, sich ebenfalls beteiligen zu wollen.

Das Abkommen soll einen Schlussstrich unter eine Serie von Unglücken in der Textilindustrie von Bangladesch ziehen, die die grossen Bekleidungshersteller in Verruf brachte. Ihnen wird vorgeworfen, die Bewohner des südasiatischen Landes als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen.

Das schwerste Unglück ereignete sich Ende April bei Dhaka. Kurz vor Ende der Rettungsarbeiten liegt die Zahl der Toten bei 1127. H&M hatte keine Verträge mit den Zulieferern, die in dieser Fabrik tätig waren.

(rcv/jev/sda)

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