Der Chef des chinesischen Mischkonzerns HNA, Adam Tan, hat Berichte über wachsenden Druck von Banken und Regulierungsbehörden auf sein Unternehmen zurückgewiesen. HNA unterhalte nach wie vor enge Arbeitsbeziehungen zu seinen wichtigsten Wall-Street-Banken wie JPMorgan, UBS und Morgan Stanley, sagte Tan der Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

Spekulationen, dass einige Banken ihre Kredite an die Gruppe zurückfahren würden, seien nicht wahr. Die einzige Bank, die keine Geschäfte mehr mit HNA mache, sei die Bank of America Merrill Lynch. Die Beziehungen zu dieser Bank seien jedoch nicht besonders eng gewesen.

Routineuntersuchung in China

Die von der chinesischen Bankenregulierungsbehörde vergangenen Monat angeordnete Überprüfung der Kredite bezeichnete Tan als Routine. Diese stelle kein besonderes Hindernis für die Geschäfte der Gruppe dar.

HNA gehört zu den chinesischen Unternehmen, die zuletzt massiv im Ausland eingekauft und dabei für Aufsehen gesorgt haben. In der Schweiz kaufte HNA die drei Firmen Gategroup, SR Technics sowie Swissport und eine Beteiligung an Dufry. Der Einstieg bei der Deutschen Bank hat dafür gesorgt, dass die Europäische Zentralbank eine Überprüfung erwägt. Bei derartigen Prüfungen geht es vor allem um die Frage, ob die Investoren zahlungsfähig und vertrauenswürdig sind. Tan sagte, bisher habe es keinen Kontakt mit der EZB gegeben.

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(reuters/ise)