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Geldaufnahme
HNA-Fluggesellschaft peilt Börsengang an

Hong-Kong-Airlines: 350 Millionen Dollar soll der Börsengang einbringen.

Der verschuldete chinesische Mischkonzern HNA braucht dringend Geld. Deshalb will er seine Hong-Kong-Airlines an die Börse bringen.

Veröffentlicht am 30.05.2018

Der hoch verschuldete chinesische Mischkonzern HNA will einem internen Dokument zufolge seine Fluggesellschaft Hong Kong Airlines an die Börse bringen. Vor der «kurz- bis mittelfristig» geplanten Börsennotierung klopft der Deutsche-Bank-Grossaktionär bei Investoren an, um 350 Millionen Dollar über die Ausgabe neuer Aktien einzusammeln, wie aus den von der Nachrichtenagentur « Reuters» eingesehenen Unterlagen hervorgeht.

Damit würde die Airline vor dem  Börsengang mit rund 1,6 Milliarden Dollar bewertet. Weitere 550 Millionen Dollar soll die Ausgabe von Anleihen bringen. HNA und die Fluglinie wollten sich nicht dazu äussern.

Das chinesische Konglomerat hatte bereits vor ein paar Jahren einen Börsengang der Airline angepeilt, konnte dann aber nicht rechtzeitig die angefragten Unterlagen der Börse in Hongkong liefern. HNA versucht sich angesichts eines riesigen Schuldenbergs neu aufzustellen. Weitere Zukäufe sollen künftig unter anderem über einen Fonds finanziert werden, der bis zum Jahresende 1,5 Milliarden Dollar einsammeln soll.

Beteiligung für 50 Milliarden Dollar erworben

HNA hatte in den vergangenen Jahren für rund 50 Milliarden Dollar in aller Welt Beteiligungen und Immobilien erworben. Zuletzt hatte die HNA-Führung die Gläubiger vor einem Liquiditätsengpass gewarnt und damit begonnen, sich von einem Teil der Investments zu trennen, um wieder an flüssige Mittel zu kommen.

Doch der geplante milliardenschwere Börsengang des Schweizer Bordverpflegungs-Unternehmens Gategroup platzte und die milliardenschwere Emission des Flugzeugabfertigers Swissport wurde auf Eis gelegt. Die Beteiligung an der Deutschen Bank schraubten die Chinesen auf 7,9 Prozent herunter. 

(Reuters/bsh/mbü)

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