Mit Buchstaben wurde Jeff Bezos reich. 1995 verkaufte der studierte Informatiker das erste Buch über seine neu gegründete Online-Plattform Amazon — seit kurzem ist er laut Forbes der zweitreichste Mensch der Welt.

Doch was Geld in seine Kassen spült, sind nicht mehr nur Bücher, sondern eine Vielzahl an Produkten und Diensten — unter anderem Kleidung, Elektrogeräte, Musik- und Videostreaming. Und während er in Deutschland noch den Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh testet, expandiert Bezos längst auf weiteren Märkten. 

Der Gang zum Baumarkt entfällt

Einer der neuesten Coups: Heimwerkerprodukte. Baumärkte sind riesig und oft nur mit dem Auto erreichbar. Junge Erwachsene reizt es daher, Hammer und Nägel einfach im Internet zu bestellen. In den USA erreicht Amazon auf dem Gebiet der Werkzeuge bereits eine Wachstumsrate von 35 Prozent, wobei die Heimwerker-Branche insgesamt nur um sechs Prozent zulegt. In Deutschland wuchs Amazon bei Baumarktartikeln sogar um 45 Prozent.

Das gleiche gilt für Haushaltsgeräte: Der Gesamtmarkt wächst um zehn Prozent, Amazon schafft es in dem Bereich auf 33 Prozent Umsatzwachstum. Auch bei Dekoartikeln und Drogerieprodukten legt der US-Riese zu. 

Amazons Pläne für die Schweiz

Die Frage ist eigentlich nicht, welche Branche als nächstes vor Amazons Konkurrenz bibbern muss, sondern welche nicht. Auch Schweizer Detailhändler müssen den US-Giganten fürchten: Offenbar will Amazon auch hierzulande Lebensmittel verkaufen.

Dieser Text erschien zuerst bei «Business Insider Deutschland» unter dem Titel: «Amazon erobert gerade heimlich einen überraschenden, neuen Markt».