Der Nahrungsmittelhersteller Hochdorf hat mit seinen Milch- und Getreideprodukten sowie dem Wachstumstreiber Babynahrung deutlich mehr verdient. Das Unternehmen mit Sitz in Hochdorf (LU) schrieb unter dem Strich 16 Millionen Franken Gewinn. 2013 waren es nur 6 Millionen Franken gewesen.

Auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte Hochdorf deutlich zulegen. Dieses verdoppelte sich von rund 10 Millionen Franken im Vorjahr auf 20 Millionen Franken. Der Umsatz stieg, wie bereits seit Januar bekannt, um 14 Prozent auf 429 Millionen Franken.

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Russisches Embargo

Profitiert hat Hochdorf unter anderem von den höheren Milchpreisen. Diese hätten weitgehend am Markt umgesetzt werden können, schreibt das Unternehmen. Zudem wurde mehr verkauft. Dadurch stieg der Umsatz des Milchverarbeitungsgeschäfts in der Schweiz.

Der baltischen Milchsparte des Unternehmens half das russische Embargo auf Milchprodukte aus der EU: Dieses bescherte dem Unternehmen eine deutlich höhere Milchmenge zu tieferen Preisen.

Bei Babynahrung Ziel nicht erreicht

Im Geschäft mit Babynahrung erreichte Hochdorf die eigenen, hoch gesteckten Wachstumsziele dagegen nicht. Das Unternehmen begründet dies mit fehlenden Abfüllkapazitäten. Dennoch wurde ein zweistelliges Wachstum erreicht. Ausserdem habe die Rentabilität in dieser Sparte verbessert werden können, schreibt Hochdorf.

Im dritten Geschäftsbereich, der Getreideverarbeitung, musste Hochdorf einen Umsatzrückgang hinnehmen. Als Grund werden geringere Umsätze im Bereich Backwaren genannt. Zudem seien Produkte aus dem Sortiment gestrichen worden, um die Effizienz und Profitabilität zu steigern. Gestärkt wurde der Geschäftsbereich allerdings durch den Kauf der Marbacher Ölmühle in Deutschland im vergangenen Jahr.

Mehr Wachstum erwartet

Für das laufende Jahr rechnet Hochdorf mit einem weiteren Wachstum - trotz der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Die bereits getroffenen Massnahmen zur Effizienz- und Wertschöpfungssteigerung würden beschleunigt, heisst es. Zudem würden bei Schweizer Lieferanten tiefere Preise durchgesetzt und die Preise für die eigene Babynahrung erhöht.

(sda/tno/ama)