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Grünes Licht
Hochzeit der Bier-Giganten kommt vorwärts

Die US-Behörden dürften der Megaübernahme der Bier-Riesen AB Inbev und SAB Miller zustimmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Allerdings könnte es strenge Auflagen geben.

Veröffentlicht am 01.06.2016

Der weltgrösste Brauereikonzern Anheuser Busch Inbev (Beck's, Budweiser) dürfte laut Kreisen grünes Licht der US-Wettbewerbshüter für die Milliarden-Übernahme des Rivalen SAB Miller (Pilsner Urquell, Foster's) erhalten. Allerdings seien Auflagen wahrscheinlich, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Um sicherzustellen, dass die Bier-Riesen kleinere Konkurrenten nicht vom Markt verdrängen, sollen demnach Zugeständnisse gemacht werden. Deshalb werde erwogen, die Anteile der fusionierenden Grosskonzerne an Vertriebsgesellschaften zu begrenzen. AB Inbev, SABMiller und die US-Behörden wollten den Bericht nicht kommentierten.

Unheimliche Marktmacht

Der im November 2015 beschlossene Zusammenschluss würde die bislang grösste Übernahme der Branche darstellen. AB Inbev ist bereit, rund 71 Milliarden britische Pfund für die bisherige Nummer Zwei am Weltmarkt auf den Tisch zu legen. Um Bedenken einer zu grossen Marktmacht zu zerstreuen, trennen sich die Unternehmen von einigen Geschäftsteilen.

So hat AB Inbev bereits die Marke Miller an den Konkurrenten Molson Coors veräussert. In Europa könnten zudem Peroni und Pilsner Urquell abgegeben werden. Viele Kartellbehörden, darunter auch die der Europäischen Union, haben die Mega-Hochzeit schon genehmigt. Die US-Entscheidung wird noch in diesem Monat erwartet.

(awp/gku)

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