Beim Wellkarton-Produzenten Smurfit Kappa Swisswell erwartet Managing Director Thomas Berndt für das laufende Jahr eine Entwicklung leicht über dem Branchendurchschnitt: «Mehrere unserer Top-Kunden im Lebensmittelsegment werden ihren Wachstumskurs fortsetzen, von dem wir mengenmässig profitieren.» Produktionsanlagen und Logistiksysteme würden kontinuierlich modernisiert und optimiert. Eine Erweiterung der Produktionskapazität sei derzeit aber kein Thema.

Anders beim Kunststoffpackmittel-Anbieter Petroplast Vinora. «Wir sind in verschiedensten Märkten im Food- und Non-Food-Bereich und damit breit abgestützt», sagt CEO Reto Vincenz. Trotzdem sind zwei Produktionswerke optimiert worden. In beide Standorte will Vincenz weiter investieren. So in eine neue Flexodruckanlage für kleinere Auflagen, eine Konfektionsanlage für Zugbandbeutel im Hygienebereich und in die Automation der Kehrichtsack-Produktion. «Interessante Innovationen» sollen zudem dieser Tage an der Easy-Fair in Bern vorgestellt werden.

Chancen nutzen

Marc Pfister, CEO der Stebler + Co. AG, ein Anbieter von chemisch-technischen Verpackungen aus Weissblech, sieht seine Chancen «in einer flexiblen Kundenberatung, einer ‹Just-in-time›-Logistik, einer kundenbezogenen Lagerhaltung, im Angebot von massgeschneiderten Losgrössen und in der Bereitstellung von Verschliess-Systemen, die dem Kunden einen Zusatznutzen verschaffen». Und Christian Wipf, CEO der Volketswiler Wipf-Gruppe, ist davon überzeugt, «dass die wiederkehrenden Diskussionen zur Ökologie dazu führen, dass sich die flexiblen Verpackungsfolien und Standbeutel weiter durchsetzen. Dies zulasten von Glas und Konservendosen, die substituiert werden.»

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Etwas anders ist der Fall in der Verpackungsmaschinen-Industrie. Für Thomas Rechsteiner, Vice President bei Bosch Packaging Systems in Beringen, hatte die Krise dank rekordhohen Auftragsbestandes nur einen schwachen Einfluss. «Allerdings spürten wir, dass die Kunden bei den Investitionen eine abwartende Haltung eingenommen haben und speziell bei den multinational operierenden Kunden vermehrt die Gesamtauslastung aller Anlagen angestrebt wird und zuerst freie Kapazitäten abgeglichen werden», sagt Rechsteiner. Dennoch bleibt er optimistisch für die Verpackungsmaschinen-Industrie, denn «mit dem steigenden Wohlstand in aufstrebenden und bevölkerungsstarken Ländern wird das bereits hohe Investitionsvolumen sicherlich nochmals zunehmen».