Die Bank Wegelin hat vor einem New Yorker Gericht eingeräumt, reichen Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Sie zahlt dafür eine Strafe von 58 Millionen Dollar. Nicht viel, wie Bankenexperte Peter V. Kunz gegenüber «10vor10» resümiert: «Ich hätte gedacht, sie sei höher.»

Kunz spekuliert, dass sich Wegelin den US-Behörden als eine Art Kronzeuge gegen die restlichen Schweizer Banken offeriert habe. Hintergrund für die Aussage von Kunz sei eine Passage im Schuldeingeständnis der St. Galler Privatbank: Darin schreibt die Bank, ihr Verhalten sei üblich gewesen in der Schweizer Bankbranche.

«Genau darauf warten die amerikanischen Behörden natürlich», so Bankenexpeter Kunz gegenüber «SRF». Sie könnten nun geltend machen, dass die Bank Wegelin nur eine von vielen Banken sei. «Und das ist sicher ein Problem für die übrigen Banken.»

(vst/aho)