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Höhere Prämien: Sanitas verdreifacht Gewinn

Sanitas: Prämienerhöhungen auf ein «kostendeckendes Niveau». (Bild: Keystone)

Die Krankenkasse Sanitas hat die Verwaltungskosten gesenkt und die Prämien erhöht. Das brachte der Krankenkasse mehr Gewinn ein - kostete sie aber Kunden.

Veröffentlicht am 20.04.2012

Die Krankenkasse Sanitas hat 2011 ihren Gewinn gegenüber dem Vorjahr verdreifacht auf 79,4 Millionen Franken. Dazu trugen tiefere Verwaltungskosten und höhere Prämieneinnahmen bei.

Wegen der Prämienerhöhungen auf ein «kostendeckendes Niveau» sei allerdings der Versichertenbestand per Ende 2011 um 27'955 auf 854'068 gesunken, teilte das Unternehmen in Zürich mit. Zu der Gruppe gehören neben der Kernmarke Sanitas auch die Versicherungen Wincare und Compact.

Die Reserven in der obligatorischen Grundversicherung (KVG-Reserven) stiegen auf 13,1 Prozent. Damit seien die anvisierten Quoten erreicht worden und es bestehe Spielraum für eine «moderate Prämienentwicklung» in der Grundversicherung, hiess es weiter.

Versicherungstechnisches Ergebnis in der Grundversicherung stark verbessert

Die bezahlten medizinischen Leistungen stiegen im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent auf 2,317 Milliarden Franken. Derweil wuchsen die Prämieneinnahmen, trotz des rückläufigen Versichertenbestandes, mehr als doppelt so schnell um 4,1 Prozent auf 2,546 Milliarden Franken.

Das versicherungstechnische Ergebnis in der Grundversicherung habe stark verbessert werden können. In der Zusatzversicherung sei es befriedigend, schreibt Sanitas. Der Verwaltungskostensatz sank im KVG weiter von 5,9 auf 5,7 Prozent. Im Zusatzgeschäft sank er von 11,9 auf 10,5 Prozent.

Insgesamt fiel der Betriebsaufwand um 10,4 Prozent auf 177,7 Millionen Franken. Der Personalbestand der Gruppe nahm von 701 im Vorjahr auf 708 Vollzeitstellen leicht zu.

(tno/sda)

 

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