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Prozess
Hoeness akzeptiert seine Steuerschulden

Uli Hoeness und sein Anwalt im Gerichtssaal: Ein Urteil könnte schon bald stehen.   Keystone

Für den Bayern-Boss zieht sich die Schlinge immer enger zusammen. Er anerkennt die angestiegenen Steuerschulden. Das Gericht könnte schon am Donnerstag ein Urteil fällen.

Veröffentlicht am 12.03.2014

Der dritte Tag im spektakulären Prozess um Steuersünder Uli Hoeness ist am Mittwoch nach nicht einmal eineinhalb Stunden Verhandlungszeit zu Ende gegangen. Die Verteidigung von Hoeness akzeptierte zuvor die von einer Finanzbeamtin auf 27,2 Millionen Euro bezifferten Steuerschulden.

«Die Zahlen hält die Verteidigung für sachgerecht, da zweifeln wir nicht dran», sagte Hoeness' Anwalt Hanns W. Feigen vor dem Landgericht München II. Die Verteidigung sei von den am Dienstag bekanntgewordenen Zahlen keineswegs überrascht gewesen.

Keine Beweisanträge mehr

«Wir sind ja nicht dämlich!», sagte Feigen und betonte zudem: «In der Selbstanzeige, die Herr Hoeness am 17. Januar 2013 eingereicht hat, sind sämtliche Zahlen bereits enthalten.» Richter Rupert Heindl betonte, dass das Gericht bei einem Urteil von den neuen Zahlen ausgehen wird - und nicht von den 3,5 Millionen Euro, die Hoeness in der Anklage vorgeworfen wurden.

Ein Urteil wäre bereits am Donnerstag möglich. «Das Gericht hat klargestellt, dass wenn morgen keine Beweisanträge mehr gestellt werden, auch die Plädoyers und die Urteilsverkündung folgen können», sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz.

(sda/dbe/sim)

 
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