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Hoeness soll bei der ZKB gezockt haben

Uli Hoeness: Enger Kontakt mit ZKB-Händlern.   Keystone

Steuersünder Uli Hoeness hat offenbar einen Grossteil seiner Devisenspekulationen über die Zürcher Kantonalbank laufen lassen. Für Steuer-Aspekte hat sich das Geldhaus dabei nicht interessiert.

Veröffentlicht am 23.03.2014

Der gefallene FC-Bayern-Boss und verurteilte Steuerbetrüger Uli Hoeness hat offenbar einen Grossteil seiner Devisenspekulationen über die Zürcher Kantonalbank (ZKB) getätigt, schreibt die «SonntagsZeitung». Hoeness hat seine Konten bei der Bank Vontobel, die jedoch keinen 24-Stunden-Service anbietet. Deshalb habe die ZKB ihre Infrastruktur für Devisen-Geschäfte zur Verfügung gestellt. Dies, obwohl der Deutsche kein Konto bei der ZKB gehabt habe.

Reger Kontakt mit ZKB-Händlern

Hoeness habe direkt mit den Händlern telefonieren können. Offenbar habe er davon regen Gebrauch gemacht, so die «SonntagsZeitung».

Die Abrechnungen seien letztlich über die Bank Vontobel gelaufen. Dies sei auch der Grund dafür, dass die ZKB nicht in den Unterlagen aufgetaucht sei, die Hoeness dem Gericht vorgelegt habe. 

Nicht Sache der ZKB

Bei der ZKB, die mit den Spekulationen gutes Geld verdient hat, habe sich allerdings niemand dafür interessiert, ob das Geld des Deutschen versteuert gewesen sei.

Laut Zeitungsbericht nimmt die ZKB dazu keine Stellung. Jedoch stelle sich das Geldhaus allgemein auf den Standpunkt, dass es die Angelegenheit der Bank Vontobel und anderer sei, die Steuersituation ihrer Kunden zu überprüfen, die bei der ZKB lediglich die Infrastruktur benützten.

(dbe)

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