Überraschend hat der englische Investmentfonds Laxey Partners einen Anteil von 32,9% am Buntmetallverarbeiter Swissmetal vermeldet, nachdem bislang eine Beteiligung von über 20% am Unternehmen bekannt war. Wer hinter dieser Meldung einen heimlichen Beteiligungsaufbau vermutet, wie er Laxey im Falle des Baukonzerns Implenia vorgeworfen wird, sieht sich getäuscht. «Es war uns seit vielen Monaten bekannt, dass der Investmentfonds einen Anteil von über 30% hält», erklärt Swissmetal-CEO Martin Hellweg. In den vergangenen Monaten habe Laxey keine wesentlichen Tranchen dazugekauft. Die Ankündigung erfolgte vielmehr im Hinblick auf die seit Anfang Dezember in Kraft getretenen Änderung des Schweizerischen Börsengesetzes, welches neue Meldeschwellen vorsieht. Ein Zwang dazu bestand aber nicht.

Partnerschaft auf Zeit

Dass der englische Investmentfonds mit seiner Beteiligung nun knapp unter dem Wert von 33,3% liegt, der ein Übernahmeangebot zur Folge hätte, ist für Swissmetal eher ein Zeichen des Vertrauens als Grund zur Sorge. «Wir wissen, dass die Partnerschaft mit Laxey zeitlich beschränkt ist und der Investmentfonds seine Beteiligung früher oder später wieder abstossen wird», erklärt Hellweg. Wann dieser Zeitpunkt sein wird, hängt unter anderem vom Geschäftsgang beim Kupferverarbeiter zusammen. «Aus meiner Sicht sollte Laxey noch länger in Swissmetal investiert bleiben, denn wir haben noch einige interessante Projekte im Köcher», so der CEO. Zu denken ist dabei an die Anfang November lancierten SolarTiles. Diese Kupferziegel sollen der Firma den Weg ins stark wachsende Solargeschäft ebnen. «Ich erwarte, dass wir, wenn alles rund läuft, bereits Mitte 2008 serienreife SolarTiles produzieren werden», zeigt sich Hellweg zuversichtlich.