Der SVP-Grossrat Jean-Pierre Gallati kürzte im Juni mit seinem Vorstoss den Lohn des Chefs der Aargauischen Kantonalbank auf das Zweifache eines Regierungsrats. Nun geraten die Löhne der Kantonalbankenchefs auch andernorts unter Druck.

So laufen etwa in den Kantonen Graubünden und Bern erste Vorbereitungen. Das Dossier liege auf dem Tisch von Kantonspräsident Heinz Brand, so ein Sprecher der SVP Graubünden. Auch der Präsident der SVP Bern, Rudolf Joder, hegt Sympathie für die Motion mit dem Aargauer Wortlaut. Er prüft derzeit, ob der Aargauer Ansatz auch in Bern funktionieren könnte.

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In Glarus wie auch im Thurgau ist die Politik bereits weiter. Dort können bürgerliche Politiker bereits verabschiedete Vorstösse zur Einführung von Lohnobergrenzen für die Staatsbanker vorweisen. Im Glarnerland hat die SVP der Geschäftsleitung der Glarner Kantonalbank im Juni mit einem Vorstoss nach Aargauer Vorbild eingeheizt. Jetzt überprüft das Institut das Entschädigungsreglement für die Geschäftsleitung. An der GV 2013 sollen die Erkenntnisse der Untersuchung traktandiert werden.

Im Thurgau reichte SVP-Grossrat Hermann Lei zusammen mit Parteikollege Vico Zahnd bereits die Motion «Massvolle TKB-Löhne» ein. Sie deckt sich inhaltlich mit Gallatis Vorstoss und ist derzeit zur Beantwortung bei der Thurgauer Regierung. Die Behandlung im Kantonsparlament findet spätestens in einem Jahr statt . «Wir rechnen mit einer Chance von gut 50 Prozent, dass der Vorstoss durchkommt», so Lei.

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