Mit dem Konjunkturprogramm des Bundes schiessen Pogramme zur Förderung von Gebäudesanierungen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Doch so einfach kommen die Hausbesitzer nicht an Beiträge, wie der kurze Überblick zeigt.

So will der Bund 20 Mio Fr. für bereits angemeldete Fotovoltaikanlagen ausgeben. Weitere 10 Mio Fr. sollen in den Ersatz von Elektro-Speicherheizungen durch Wärmepumpen oder Holzheizungen in ständig bewohnten Gebäuden investiert werden. Die neue Heizung muss über ein Gütesiegel des entsprechenden Fachverbands verfügen und innert eines Jahres in Betrieb genommen werden. Die Unterlagen sind unter www.bfe.admin.ch/stabilisierungs-programm zu finden.

Rückgriff auf den Klimarappen

Weitere 20 Mio Fr. werden für den Neu- und Ausbau von Fernwärmenetzen ausbezahlt. Die Fernwärmenetze müssen zu mindestens 80% mit erneuerbaren Energien bewirtschaftet werden. Um von Fördergeldern profitieren zu können, muss mit den Netz- arbeiten noch im laufenden Jahr begonnen werden. Generell sind die Gesuche um Fördergelder bis am 30. Juni 2009 einzureichen.

Anzeige

Mit dem Stabilisierungsprogramm vom vergangenen Dezember hat der Bund ausserdem den Kantonen rund 80 Mio Fr. an zusätzlichen Fördergeldern zugesprochen, sofern diese ihre eigenen Beiträge ebenfalls aufstocken. Dies haben die meisten Kantone getan und ihre Förderprogramme entsprechend ausgebaut. Bei geplanten oder beabsichtigten baulichen Massnahmen lohnt es sich, sich über die aktuellen Förderangebote im Wohnkanton zu informieren. Auf www.endk.ch ist eine Übersicht mit allen kantonalen Energiefachstellen zu finden, welche über die konkreten Förderprogramme informieren. Um nicht eine neue Infrastruktur aufbauen zu müssen, haben die Kantone Zürich, Aargau, Luzern, Bern, St. Gallen, Freiburg und Neuenburg ihre Förderprogramme mit dem bereits bestehenden Programm der Stiftung Klimarappen kombiniert. Nebst den bisher unterstützten Sanierungsvorhaben von Objekten mit Ölheizungen sollen neu auch Objekte mit Elektro- oder Holzheizung bei einer energetischen Erneuerung der Gebäudehülle unterstützt werden. Zusätzlich haben die Kantone Zürich und St. Gallen die Beiträge um einen Drittel erhöht, Aargau, Luzern und Freiburg gar verdoppelt. Das Gebäudeprogramm der Stiftung Klimarappen läuft bis Ende 2009.

Neuer Gebäudeenergieausweis

Zur Wahrung der Kontinuität nach Ablauf des Programms Klimarappen soll ab 2010 ein zehnjähriges, nationales Förderprogramm unter Federführung der Kantone starten. Es sollen dabei auch die verschiedensten Anlaufstellen für Förderbeiträge zusammengefasst und koordiniert und das mühevolle Zusammensuchen aller Fördermöglichkeiten so etwas vereinfacht werden. Die genauen Bedingungen sind allerdings noch nicht bekannt, und auch die Finanzierung steht auf noch wackeligen Füssen.

Im Weiteren mischen derzeit auch Gemeinden sowie lokale Energieversorger beim Gewähren von Unterstützungsbeiträgen mit. Diese werden meist im Bereich der Haustechnik und beim Einsatz von mit erneuerbarer Energie betriebenen Heizsystemen gesprochen.

Ab August 2009 wird der durch die Kantone und den HEV Schweiz erarbeitete und finanzierte Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) zur Verfügung stehen. Zur Förderung der Beratung soll dann die Ausstellung eines GEAK sowie ein Beratungsbericht finanziell unterstützt werden. Hierzu sollen rund 15000 Beratungschecks im Wert von 1000 Fr. ausgestellt werden. Informationen zum GEAK unter www.geak.ch.