Restrukturierungen und Währungseffekte haben beim Heizungs- und Lüftungshersteller Zehnder im vergangenen Jahr zu einem Gewinneinbruch geführt. Unter dem Strich blieb noch ein Reingewinn von 0,3 Millionen Euro im Vergleich zu 26 Millionen Euro im Vorjahr. Der Betriebsgewinn auf Stufe (EBIT) sackte von 32,7 Millionen Euro auf 5,2 Millionen Euro ab.

Hauptgrund für das schlechte Ergebnis seien Einmalkosten im Zusammenhang mit Restrukturierungsmassnahmen, hiess es am Freitag in einer Mitteilung des Unternehmens. Das Unternehmen hatte im vergangenen Juni ein «umfassendes Massnahmenpaket» zur Reduktion der Kostenbasis und zur Steigerung von Effizienz, Umsatz und Gewinn angekündigt. Dabei sollten rund 10 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut werden. Dieses «umfassende Massnahmenpaket» hat das Ergebnis im Geschäftsjahr 2015 mit 21,8 Millionen Euro belastet. Davon entfielen 11,6 Millionen Euro auf den Verkauf einer Fabrik im französischen Châlons-en-Champagne.

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Mehr Umsatz – in Euro

Den Umsatz konnte Zehnder im vergangenen Jahr leicht um 2 Prozent auf 533,0 Millionen Euro steigern. Das Unternehmen profitierte allerdings davon, dass es seine Zahlen in Euro ausweist. Währungsbereinigt schrumpften die Verkäufe um 3 Prozent.

In Europa, mit einem Anteil von 87 Prozent am Gesamtumsatz das wichtigste Segment von Zehnder, zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Während die Umsätze in Grossbritannien, in den Niederlanden, in Belgien, Polen, Schweden und Spanien zunahmen, gingen sie in den wichtigen Märkten Frankreich, Deutschland und Schweiz zurück.

Stagnation in Europa

Auch die zwei Geschäftssparten schnitten unterschiedlich ab. So sank in Europa der Umsatz mit Heizkörpern um 3 Prozent (währungsbereinigt -5 Prozent). Dagegen erzielte Zehnder mit seinen Lüftungssystemen ein Wachstum von 4 Prozent (währungsbereinigt auf Vorjahresniveau). Insgesamt stagnierte der Umsatz in Europa (währungsbereinigt -3 Prozent).

In der Region China und in Nordamerika erhöhte sich der Umsatz dank positiver Währungseinflüsse um 16 Prozent auf insgesamt 67,3 Millionen Euro. In Nordamerika stiegen die Erlöse beeinflusst von der Stärke des US-Dollars um 15 Prozent. Die Verkäufe in China litten unter der Flaute im Wohnungsneubau und nahmen in lokaler Währung um 2 Prozent ab.

Keine Dividende

In Anbetracht des starken Gewinnrückgangs will Zehnder im laufenden Jahr auf die Ausrichtung einer Dividende verzichten, wie es weiter heisst. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch eine Dividende von 1 Franken je Aktie ausgeschüttet.

(sda/ise/ama)