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Holcim darf an Cemex verkaufen

Aktionär vor dem Holcim-Logo: Holcim darf an Cemex verkaufen.   Keystone

Der Wettbewerb könne entscheidend geschwächt werden, hiess es im April. Jetzt sieht die Europäische Kommission keinen Anlass zu Bedenken mehr. Der Zementriese darf sein Spaniengeschäft verkaufen.

Veröffentlicht am 09.09.2014

Die EU-Kommission gibt grünes Licht für die Veräusserung der spanischen Geschäfte des Zement-Herstellers Holcim an den Konkurrenten Cemex. Die Übernahme gebe keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Die beteiligten Unternehmen seien auf den betroffenen Märkten auch weiterhin hinreichendem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die Holcim-Betriebsstätten umfassen Steinbrüche und Anlagen für die Produktion und Lieferung von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton und Mörtel.

Verkauf ist Teil eines Beteiligungstausches

Der Besitzerwechsel in Spanien ist Teil eines 2013 angekündigten grösseren Beteiligungstauschs zwischen der mexikanischen Cemex und Holcim. Neben dem Spanien-Geschäft soll auch die tschechische Holcim-Tochter Csesko an Cemex gehen.

Im Gegenzug will Holcim in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden Geschäftsteile von Cemex übernehmen. Die Bedenken der Kartellwächter werfen ein Schlaglicht auf die Probleme, die Holcim im Zusammenhang mit der Fusion mit Lafarge drohen. Auch die laufende Megafusion zwischen dem Konzern mit Sitz in Rapperswil-Jona SG und der französischen Lafarge nehmen die Wettbewerbshüter unter die Lupe.

(sda/ise/ama)

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