Der Zementhersteller Holcim konnte in den ersten neun Monaten nicht so viel verkaufen wie im Vorjahr. Der Absatz von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt schrumpfte spürbar. Der Umsatz fiel um 6,1 Prozent auf 14,941 Milliarden Franken, wie der grösste Zementkonzern der Welt bekannt gab. Insbesondere in Indien, Kanada, Mexiko und Brasilien sei die Nachfrage nach Baustoffen gesunken. Dagegen habe sich die Lage in Europa stabilisiert.

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Der betriebliche Ebitda sank um 4,1 Prozent auf 2,951 Milliarden Franken. Neben der schwächeren Nachfrage in Indien, Kanada, Mexiko und Brasilien machte Holcim auch der Fall der indischen Rupie zu schaffen.

Höherer Reingewinn

Unter dem Strich stieg der Reingewinn indes um 16,8 Prozent auf 1,277 Milliarden Franken. Zur Steigerung trug der Verkauf von 25 Prozent an Cement Australia bei, der eine Stange Geld in die Kasse spülte. Zudem zahlte sich das konzernweite Sparprogramm aus. Den Aktionären verblieben vom Konzerngewinn 1,04 Milliarden Franken. Das ist ein Anstieg um ein Drittel.

Mit den Zahlen hat Holcim die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analysten hatten im Durchschnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Umsatz von 15,124 Milliarden Franken und einem betrieblichen Ebitda von 3,015 Milliarden Franken gerechnet. Lediglich der Reingewinn nach Minderheiten fiel etwas höher aus als prognostiziert.

Fürs laufende Jahr korrigiert der Konzern die Aussichten nach unten. Statt steigenden Zementverkäufen dürften die Absatzvolumen das Niveau des Vorjahres nun nicht erreichen. Auch bei Zuschlagsstoffen und beim Transportbeton werde man darunter bleiben, hiess es weiter. Unter ähnlichen Marktbedingungen dürfe für 2013 mit einem organischen Wachstum auf Stufe des betrieblichen Ebitda und Betriebsgewinns gerechnet werden.

(awp/vst/rcv)