Der Zementhersteller Holcim treibt vor der Fusion mit dem französischen Konkurrenten Lafarge den Verkauf von Konzernteilen voran. Mit Veräusserungen wollen sich die beiden Zementriesen das Ja der Wettbewerbshüter zur Fusion sichern.

Es gebe bereits Gespräche mit Interessenten für jene Firmen, welche verkauft werden sollen, um Bedenken von Kartellbehörden aus dem Weg zu räumen, sagte Holcim-Finanzchef Thomas Aebischer bei der Vorstellung der Bilanz für das erste Quartal.

«Das Interesse im Markt ist riesig»

Erwartungen, der eine oder andere Konkurrent könnte dabei ein Schnäppchen machen, erteilte Aebischer eine Absage. «Wir haben ein attraktives Portfolio anzubieten und werden die Teile mit sehr viel Erfolg im Markt platzieren», erklärte er.

«Das Interesse im Markt ist riesig», sagte Konzernchef Bernard Fontana. Kaufinteresse komme aus Industrie- und Schwellenländern. Dabei seien auch Beteiligungsgesellschaften, von denen sich manche mit Baustofffirmen zusammengetan hätten.

Der Zusammenschluss der Nummer eins und der Nummer zwei im weltweiten Baustoffgeschäft soll im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen sein. Finanzchef Aebischer wird im Gegensatz zu Konzernchef Fontana auch für die neue Firma LafargeHolcim arbeiten.

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(sda/dbe)