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Holcim-Manager im Visier der Fifa-Justiz

Vernon Manilal: Strippenzieher bei Fifa, Holcim und sri-lankischem Fussballverband. (Bild: Keystone)

Der Präsident von Holcim Lanka ist vom Weltfussballverband Fifa gesperrt worden. Der Schweizer Zementkonzern ist Hauptsponsor des Fussballverbandes in Sri Lanka – dort spielt der Angeschuldigte eine z

Von Jean François Tanda
am 13.03.2013

Der Weltfussballverband Fifa hat mit Vernon Manilal aus Sri Lanka einen hochrangigen Holcim-Repräsentanten für jegliche Tätigkeit im Fussballgeschäft weltweit gesperrt. Das Mitglied der Fifa-Exekutive ist Verwaltungsratspräsident von Holcim Lanka, dem lokalen Ableger des Schweizer Zementriesen.

Die Fifa-Sperre gegen Manilal, welche am 11. März bekannt wurde, ist vorerst auf 90 Tage beschränkt. Bis dann muss der Fifa-Richter endgültig entscheiden. Dem Vernehmen nach werden dem Sri Lanker finanzielle Unregelmässigkeiten vorgeworfen. Laut einer gut informierten Quelle soll er Fifa-Projektgelder zweckwidrig verwendet und selber einbehalten haben. Nun droht dem Holcim-Vertreter eine mehrjährige bis lebenslange Verbannung aus dem weltweiten Fussballgeschäft.
 
Das wäre auch bitter für Holcim. Zwar sagt ein Sprecher, Manilal habe keine exekutive Funktion. Die Suspendierung betreffe ihn als Privatperson, weshalb man nicht Stellung nehme. Doch gleichzeitig ist Holcim in Sri Lanka Hauptsponsor des Fussballverbands, in dem Manilal seit Jahren die prägende Figur ist. Der Pokalwettbewerb ist nach Holcim benannt.

Der Geschäftsführer von Holcim Lanka gehörte zu den ersten Gratulanten, als Manilal in die Fifa-Exekutive gewählt wurde. Zudem ist er Vorstandsmitglied der asiatischen Fussballkonföderation. Damit ist er für Holcim wichtiger Türöffner in Asien.

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