Der Baustoffkonzern Holcim hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014 einen Rückgang des Umsatzes um 4,7 Prozent auf 14,24 Milliarden Franken verzeichnet. Auf vergleichbarer Basis ergab sich hingegen ein Plus von 3,4 Prozent durch höhere Volumen und bessere Preise. Der betriebliche Ebitda sank um 7,1 Prozent auf 2,74 Milliarden Franken, wie Holcim am Montag mitteilt.

Der Konzerngewinn nach Minderheitsanteilen ging um 10 Prozent auf 933 Millionen Franken zurück, vor Minderheitsanteilen ergab sich ein Minus von 9 Prozent auf 1,16 Milliarden. Das Unternehmen verbuchte Restrukturierungs- und Mergerkosten von 91 Millionen Franken.

Erwartungen verfehlt

Damit hat der Konzern die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Konzerngewinn verfehlt, beim betrieblichen Ebitda fast erreicht. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 14,34 Milliarden Franken, für den betrieblichen Ebitda bei 2,75 Milliarden und für den Reingewinn nach Minderheiten bei 944 Millionen.

Das Vorjahresergebnis wurde auf Stufe Konzerngewinn durch den Verkauf der 25 Prozent-Beteiligung an Cement Australia positiv beeinflusst. Jedoch hat der Konzern die letzte Kompensationszahlung für die Nationalisierung von Holcim Venezuela, die im September erwartet wurde, nicht erhalten.

Operative Marge soll sich verbessern

Holcim erwartet für das Gesamtjahr weiterhin ein organisches Wachstum beim Betriebsgewinn, einer Verbesserung auf operativer Ebene und einem steigenden Zementabsatz. Das Management rechnet mit einer Verbesserung der operativen Marge im Gesamtjahr. Der Absatz bei den Zusatzstoffen soll sich hingegen neu rückläufig entwickeln. Zuvor war eine flache Entwicklung erwartet worden.

Das Holcim-Management rechnet zudem mit einer weiter ungleichen globalen Wirtschaftsentwicklung. In Europa dürfte es bei den Baumärkten zu einer Bodenbildung gekommen sein und eine moderate Erholung sei absehbar.

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(awp/ise)