Die Zementkonzerne Holcim und Lafarge nehmen die Reorganisation ihrer Gruppenfunktionen im Hinblick auf die Fusion zur neuen LafargeHolcim in Angriff. Das Ziel sei die Schaffung einer schlanken Organisation mit «starken Länderorganisationen, regionalen Management-Plattformen sowie Zentralfunktionen», teilte Holcim am Mittwochmorgen mit.

Bei Holcim kommt es in der Schweiz dabei zu einer Reduktion der Stellenzahl in Konzernfunktionen von rund 120 Positionen. Die französische Lafarge hatte bereits am Dienstagabend die Streichung von weltweit 380 Stellen im Hinblick auf die Fusion angekündigt. Holcim hat nun mit den Arbeitnehmervertretern in der Schweiz den Konsultationsprozess lanciert, um die «Auswirkungen auf die von der Reduktion betroffenen Mitarbeitenden zu minimieren», wie es heisst. Auch Lafarge führe Gespräche mit den Vertretern ihrer Sozialpartner.

Umsatz von 27 Milliarden Euro

Der Zusammenschluss der beiden Zementkonzerne wird – vorbehältlich der Annahme des öffentlichen Tauschangebots von Holcim durch die Aktionäre von Lafarge – für den Juli 2015 erwartet. Die Umsetzung der neuen Organisation sei für Anfang 2016 geplant, nach Abschluss aller relevanter Dialoge mit den Sozialpartnern in der Schweiz und Frankreich, so Holcim weiter.

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Der fusionierte Zementkonzern LafargeHolcim wird auf einen Umsatz von rund 27 Milliarden Euro kommen und nach den von den Wettbewerbsbehörden verordneten Verkäufen 115'000 Personen beschäftigen.

(awp/moh/ise)