Die beiden Zement-Hersteller Holcim und Lafarge haben im Hinblick auf ihre Fusion einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Am Montag gaben sie die Unternehmensteile bekannt, die aus Wettbewerbsgründen verkauft werden müssen. Wie vermutet gibt es die meisten Verkäufe in Europa, wo die Überlappungen gross sind.

Konkret trennt sich Holcim von seinem Geschäft in Frankreich, Serbien sowie von den operativen Aktiven in Ungarn, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heisst. Im Gegenzug stösst Lafarge sein Geschäft in Deutschland, Rumänien und La Réunion ab. Hinzukommt die Zementfabrik im österreichischen Mannersdorf, sowie Lafarges Tarmac Aktiven in Grossbritannien.

Keine Details zu Brasilien

Ausserhalb von Europa wird Holcim sich aus Kanada und Mauritius zurückziehen. Auf den Philippinen wollen die beiden Konzerne die Zusammenführung ihrer Geschäftsaktivitäten prüfen.

Noch keine Details gaben Holcim und Lafarge für ihre Geschäfte in Brasilien bekannt. Der brasilianischen Wettbewerbsbehörde werde demnächst eine Liste vorgesehener Verkäufe vorgelegt werden, heisst es weiter.

In der Ankündigung wird ein grosser Teil der Veräusserungen kommuniziert. Beide Gruppen werden aber prüfen, ob zusätzliche Desinvestitionen aufgrund von Überlappungen notwendig sind.

(sda/dbe/sim)